Donnerstag, 24.05.2012
Um 8 Uhr ging es los – früh wie nie. Aber unterwegs brach Siggi ein Zahn ab und er musste in Belleville zum Zahnarzt. Trotzdem schafften wir noch 69 km und sind jetzt in Anse auf einem Campingplatz – in einer Hütte.
Das Wetter ist gut, aber es geht meist an einer Hauptstraße entlang.
Morgen erwartet uns Lyon – mal sehen, wie wir da dran vorbei kommen.
(Nachricht per Telefon an den Webmaster)
Und nun noch mal ausführlich:
So früh waren wir noch nie, 8 Uhr und sogar schon gefrühstückt. Wir fahren am Ufer der Saone durch Macon, sehr schön in der morgendlichen Ruhe, etwas dunstig zwar, aber auch hier würde sich ein längerer Stopp sicherlich lohnen. Leider ist der Radweg bald zu Ende und wir müssen uns von nun an endgültig an das Fahren auf befahrenen Straßen gewöhnen.
Unser nächstes Ziel ist Belleville, im Land des Beaujoulais. Dort muss Siggi einen Zahnarzt aufsuchen, Pech! Ihm war etwas von einem Zahn abgebrochen; aber er meinte anschließend, die Zahnärztin sei so nett gewesen; dass es ganz okay gewesen sei!
Die Behandlung war schnell erledigt und so konnten wir unsere Tour fortsetzen. Das Wetter ist heute okay, nicht kalt aber irgendwie klamm, erst gegen Nachmittag wird es sonnig. Flora und Fauna haben sich noch immer nicht groß verändert. Der französische Kuckuck ruft auch jeden Tag. Heute treffen wir nur einen einzigen Radler mit Gepäck. Von Belleville fahren wir noch bis Anse und versuchen mal etwas Neues:
Wir mieten ein kleines Chalet auf einem Campingplatz.Endlich kommen die mitgeschleppten Schlafsäcke mal zum Einsatz 😉
Große Wäsche haben wir schon erledigt und die Sachen trocknen in der Sonne, nachher gibt es Salat und Wein auf der Terrasse, was will man mehr? Heute hatten wir richtig früh „Feierabend“, um 15:40 Uhr , nach 69 km haben wir die Velos in die Ecke gestellt.
Danke an euch Alle, für eure guten Wünsche und Gedanken, die uns begleiten und aufmuntern, es ist schön von euch zu lesen, nicht böse sein; wenn wir nicht jedem antworten können, die Zeit am Computer ist immer sehr knapp bemessen.
Seit Gestern geht es auch körperlich besser, der Körper gewöhnt sich an das Sitzen im Sattel und die Oberschenkel haben sich wohl langsam aufgebaut………
Genießt die Sonne euren Feierabend und das lange Wochenende!
Mittwoch, 23.05.2012
Heute hatten wir ein Multi-Kulti-Frühstück : Holland, Deutschland, Algerien und der Elsass an einem Tisch. War so gut, hat länger gedauert. Endlich war mal das Sprachtalent gefragt und nicht nur die Oberschenkelmuskulatur 😉
Die Holländer treffen wir am Vormittag noch drei Mal, bevor unsere Wege sich trennen..
Die beiden wollen weiter nach Nevers an die Loire und dann in die Niederlande zurück.
Den Fluss haben wir mal wieder gewechselt. Gleich nach dem Start überqueren wir die Saone. Kanal und Schleusen haben wir hinter uns gelassen.
Anspruchsvolle Strecke: Radwege Mangelware!
Wetter okay, trocken ohne Sonne. Optimal – danke für’s Daumendrücken 🙂
Nach 102 km landen wir in Macon. Heute mal in getrennten Betten, dafür haben wir die Räder mit im Zimmer. (Können uns gar nicht mehr trennen 😉 )
Heute sind wir oft „in the middle of nowhere“ unterwegs gewesen und ich war froh, nicht alleine zu sein. Sehr einsame Gegend…
(Beitrag per SMS an den Webmaster)
Dienstag, 22.05.2012
Was für ein Tag! Der Start wegen Regen zögerlich… Nach 10 Minuten sitzen wir schon wieder in einem Café 🙂
Regen, nass, kalt, nebelig.
Ich habe leichte Pudding-Beine und fühle mich nicht so fit.
Am frühen Nachmittag beschließen wir, einen kurzen Tag einzulegen und im gut 10 km entfernten Dole zu übernachten! Es gibt aber in dem ganzen Ort kein einziges freies Hotelzimmer. Also müssen wir weiter.
Siggi macht mir Mut und ist ganz optimistisch. Nach weiteren 35 km landen wir gegen 20 Uhr endlich in Seurre und finden eine Bleibe.
Der Tacho sagt 113 km!
Das war etwas zu viel heute.
Bestellt bloß etwas Sonne! Danke!
(Beitrag per SMS an den Webmaster)
Montag, 21.05.2012
Gestern Sonne und Rückenwind, heute Regen und Gegenwind. Wasser von allen Seiten. Der Kanal, le Doubs und der Regen. Gegen Mittag klart es endlich auf. Wir machen ein schönes Picknick auf einem Steg in Doubs.
Um 16 Uhr haben wir die ersten 1000 km! 🙂
Unser Quartier nehmen wir in Besancon, nach 102 km.
Siggi ist per Handy zur Zeit nicht erreichbar 🙁
Sonst ist alles okay.
(Beitrag per SMS an den Webmaster)
Sonntag, 20.05.2012
Wir verabreden uns mit Uwe und Gabi zum Frühstück, danach verabschieden wir uns, die beiden fahren nach Freiburg, wir weiter nach Frankreich.
Den ganzen Tag am Rhone-Rhein Kanal. Echter Szenenwechsel:
Gestern den ganzen Tag der mächtige Rhein, heute der Canal mit ganz vielen Schleusen.
Die Franzosen sind sehr nett, alle grüßen. Nach 86 km landen wir bei ziemlicher Hitze in Montbeliard und nehmen uns hier wegen drohender Gewitterwolken ein Quartier.
Insgesamt haben wir jetzt 920 km geschafft!
Sonnabend , 19.05.2012
Heute wieder früher unterwegs. Um 8:20 Uhr verlassen wir das Labyrinth-Hotel in Marlen.
Den ganzen Tag am Rhein entlang.Heute ist Tag der Schwäne. Die Krönung ist ein Nest mitten auf dem Radweg.
Unterwegs gibt es einen kleinen Mundraub, erste Erdbeeren vom Feld, echt lecker! Im Hafen von Breisach gibt es eine kleine down-hill Einlage.
Heute haben wir richtig km gemacht 114!! Um 18:30 Uhr steigen wir vom Rad. Kerstin und Lutz erwarten uns an der Strecke, welch schöne Überraschung!
Kerstin hat in einer Sky-Sports-Bar Plätze reserviert und wir sehen neben einem vorzüglichen Spargelessen das Pokalendspiel.
Danach sinken wir nur noch ins Bett.
Freitag 18.05.2012
Der 8. Tag:
Abfahrt um 9:20 Uhr, obwohl wir uns schon um 7:30 Uhr zum Frühstück getroffen haben – es wird immer später.
Eine Stunde später sind wir auf einer Rheinbrücke und wechseln mit der Flussseite auch das Land – wir sind jetzt in Frankreich. Hier geht es schnurgerade kilometerlang am Rhein entlang. Bei Gambsheim machen wir an einer Fischtreppe Pause.
Danach radeln wir direkt nach Straßburg. Nach so viel Natur erschlägt uns die total Geschäftigkeit. Die Stadt ist wirklich schön, aber so voller Menschen, dass wir mit unseren bepackten Rädern kaum durch kommen.
Ein Blick auf das Münster und weiter geht’s…
Als wir am späten Nachmittag Straßburg über die Europa-Brücke verlassen, begleiten uns ein paar Regentropfen. Wir sind alle geschafft.
Uwe spendiert uns in Kehl zur Motivationsaufbau ein Glas Rotwein. Wir kommen aber nur noch bis Marlen – ein Dorf zwischen Schwarzwald und Vogesen.
Heute haben wir uns über 78 km gestrampelt.









Hallo Ihr Zwei,
Großes Kompliment, daß Ihr schon so weit gekommen seid. Eure Beschreibungen von den Tagesetappen sind wunderschön zu lesen und machen uns ein bißchen neidisch. Natürlich auch, weil Ihr den Muskelkater und die Schmerzen am Allerwertesten fast nicht mit uns teilt ( sind wir auch nicht so versessen drauf).
Es ist schon toll, was ihr alles erlebt und seht auf eurer Reise. Wir wünschen Euch für die kommende Zeit herrliches Radelwetter, keine Arztbesuche, schönes flaches Gelände und viel Fahrradwege.
Liebe Grüße,
Ute & Mike
Nach anfänglichen Schwierigkeiten – endlich Eure Reiseroute entdeckt.
Wir zücken unseren Sommerhut.Macht weiter so.Eure Tagesetappen-Beschreibung macht uns ein wenig neidisch und zollt Euch großen Respekt.
Ein schönes „Pfingstradeln“ und alles Gute weiterhin.
Herzlichst Anne u. Reiner
Liebe Katrin, lieber Siggi,
wir sitzen gerade mit dem Frankreich-Atlas auf dem Sofa und fahren virtuell Eure Strecke ab.
Vor den 1000 Kilometern haben wir wirklich riesigen Respekt, und ich (Kerstin) als sportuntaugliches Leichtgewicht ganz besonders.
Euren Blog lesen wir eifrig und freuen uns über jeden neuen Eintrag.
Für die kommenden Tage wünschen wir Euch stabiles, trockenes Wetter und das Quentchen Sonnenschein, das frohen Mut macht aber nicht zu viel Hitze.
Herzliche Grüsse
Lutz und Kerstin
PS: Möge Euer Pfüdeli weiterhin so gut durchhalten.
Hallo liebe Fahrradfahrer,
und die, die jetzt gern dabei währen (oder auch nicht)
(Sag ich gleich warum)
Am Montag wollte ich es mal wissen, bin an meinem Fahrrad vorbei gekommen und habe ihm erklärt, das es jetzt Zeit ist, das es nicht mehr nur faul im Schuppen stehen kann – anders als bei „Frau C.“ – und dann los – und habe dabei festgestellt, wiso einem beim Fahrradfahren der Pöter wehtun kann – bin nur von HOL nach Boffzen (Björni hatte Fußball-und ich dabei 1 Std. Pause) und wieder zurück, nach 30km (gefühlte 100km !!) war ich dann doch froh am Ziel zu sein.
Ihr habt jetzt meinen vollen Respekt !!
(Hattet ihr auch schon davor:) )
Lieben Gruß an ALLE !!! 🙂
Auch an Siggi & Katrin
Stefan B.
Hi Ihr 2,
oh, da hätte ich gestern, bevor ich meinen Kommentar losgeschickt habe, erstmal auf die Wetterkarte sehen sollen!! Während wir hier bei hochsommerlichen Temperaturen schwitzen, hattet Ihr gestern so einen „Misttag“ und dann dennoch so viele km gemacht!!! Hoffe die Nacht hat zum Regenerieren ausgereicht und Ihr konntet heute, hoffentlich bei etwas besserem Wetter, planmäßig weiter fahren! Also ich schicke Euch gerne etwas Sonne und Wärme rüber, z.Z. sind im Schatten auf dem Balkon 32 Grad…, das wäre auch ein gutes Tourwetter für Euch!!! Drücke Euch ganz fest die Daumen, dass das Wetter Euch wohlgesonnen ist und sich überall eine Bleibe findet!
Seid ganz herzlich gegrüßt von Bärbel
Hallo Ihr Lieben,
nach dem anstrengenden Tag gestern hoffe ich sehr, dass euch heute das Wetter nicht so zu schaffen macht und ihr gut voran kommt. Ihr könnt so stolz sein, dass ihr schon so weit gekommen seid. Katrin, gute Wünsche an deine Beine. Ganz viele gute Gedanken begleiten euch. Ich wünsche euch gutes Weiterkommen und dass ihr trotz der Strapazen es auch genießen könnt.
Ihr wisst ja, der Schmerz geht, der Stolz bleibt!!
Ganz liebe Grüße
Anne (freue mich jetzt schon auf den nächsten Tagesbericht)
Hallo liebe Katrin,lieber Siggi,
sorry,es hat etwas lange gedauert, bis ich mich nun auch endlich einmal melde… über 1000 km habt Ihr inzwischen „in den Waden“ unglaublich!!! Aber meine Gedanken waren schon viel bei Euch!! Ich freue mich ganz sehr, dass es Euch beiden offenbar gut geht, Ihr voran kommt, Gesundheit und Stimmung gut sind und das Wetter nun auch auf Sonnenschein (vielleicht schon wieder zu warm?!) umgeschalten hat! Ab heute lese ich PLANMÄßIG(ha, ha), dh. möglichst täglich! Schicke Euch gute Gedanken, Kraft, Energie und 1000 gute Wünsche!!! Bis bald! Herzlichst Bärbel :-))
Hallo ihr beiden,
bin heute im Keller an meinem total verstaubtem Fahrrad vorbeigekommen, und….hab tatsächlich angehalten und ihm gesagt, daß es sich keine Hoffnung machen soll mal nach Spanien zu kommen. Das hätten wir dann auch geklärt. Schreibt weiter so schön und grüßt mit Frankreich.
Alles Liebe und schönes Wetter!
Claudia
Hallo Ihr beiden Radler,
es ist einfach herrlich von euch auf diesem Weg zu hören und ein bißchen teilhaben zu können. Ich freue mich sehr, dass alles gut läuft und ihr offensichtlich noch genug Power habt und der Po noch mitmacht. Ich wünsche euch weiterhin viel Freude bei diesem außergewöhnlichen Trip und natürlich beste Gesundheit. Kommt weiter gut voran und schreibt weiter so schöne Reiseberichte.
Liebe Grüße aus der Heimat, wo es nun endlich auch warm ist,
Anne
Hallo Katrin, hallo Siggi,
ich freue mich, dass es euch gut geht. Jeden Tag, wenn ich Radfahrer sehe, denke ich an euch und frage mich, wo ihr wohl jetzt seid. Ich wünsche euch weiterhin gutes Wetter, keine Pannen und jede Menge Durchhaltevermögen, dass ihr die geplanten Etappen schafft. Sammelt viele schöne Eindrücke, lernt interessante Menschen kennen und genießt die Zeit…
Bis bald
Cordula
Hallo Ihr Zwei,
oh man, wir sind stolz auf Euch, wir sind heute, bei der stickigen Hitze nur ca. 30 km gefahren und waren schon groggi :-).
Wir wünschen Euch weiterhin viel Spaß auf Euren Böcken… und bleibt immer gesund und munter, ne.
Viele liebe Grüße
Steffi und Jörg
Hallo Ihr beiden,
es ist schön, das ihr einen blog habt und alle teilhaben lasst, was ihr so treibt 🙂
Is ja auch schön von den anderen zu lesen !
Ich finde gut was ihr macht, bleibe aber selber nur meinem Marathon treu !!
Das scheint mir anstrengend genug.
Liege gerade locker auf meinem Sofa rum und kann mir gar nicht vorstellen, das einem der Pöter weh tun kann !!?? 🙂
Wünsche euch alles GUTE auf eurer Tour !!!
Stefan
Hallo Katrin und Siggi,
bisher habe ich die Zusammenfassung von jedem Tag eurer Reise gelesen. Wirklich sehr interessant und schön berichtet. Es freut mich sehr, dass ihr so gut vorwärtskommt und auf viele interessante Orte und Leute trefft. Bitte bestellt Gabi und Uwe liebe Grüsse von mir.
Vergangenen Mittwochnachmittag war ich dieses Jahr zum ersten Mal im Meer schwimmen. Es war fantastisch, glasklares angenehm erfrischendes Wasser, Wassertemperatur ca. 20 Grad. Nachdem ich ein Weilchen hin und her geschwommen bin, habe Javier mit ins Wasser genommen und er meinte: „Momi, estoy muy contento.“ Diana war das Wasser etwas zu frisch und sie guckte uns lieber vom Ufer zu.
Gestern und heute wollte ich eigentlich auch an den Strand, aber das Wetter hat einen Strich durch die Rechnung gemacht. Diese Wochenende ist es recht kühl (um die 18-20 Grad) und windig. Ab und zu fallen sogar Regentropfen. Das zieht keinen an den Strand. Letztes Wochenende hatten wir sommerliches Wetter und dieses Wochenende eher herbstliches. Aber ab morgen soll es wieder besser werden.
Ich wünsche euch weiterhin gute Fahrt, viel Kraft, interessante Erlebnisse und schönes Wetter.
Macht´s gut, liebe Grüsse,
eure Moni aus Caleta (eurem Zielort)