Málaga bezeichnet einerseits die Provinz Málaga und andererseits ihre Hauptstadt.
Die
Provinz Málaga
ist die nach Fläche kleinste von acht Provinzen der autonomen Gemeinschaft Andalusien
(
).
Sie hat eine Fläche von etwas über 7000 km² (etwa halb so
groß wie Schleswig-Holstein) und etwas über 1,5 Millionen
Einwohner. Davon wohnt über ein Drittel, über eine halbe Million,
in der Hauptstadt Málaga.
Die Küste liegt am Mittelmeer und gehört zur Costa del Sol (dt: Küste der Sonne). Diesen Namen hat sich die Küste mit mehr als 320 Sonnentagen pro Jahr verdient. Die 30 hiesigen Weingüter (Bodegas) erzeugen jährlich circa 2 Millionen Liter Wein.
Die
Stadt Málaga
(
)
ist mit 560.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt Spaniens und
die zweitgrößte Stadt Andalusiens. Sie hat einen Flughafen und einen
Handelshafen. Die Stadt wurde im 8. Jahrhundert vor Christus von
Phöniziern gegründet, war später unter der Herrschaft Karthagos,
der Römer und der Mauren.
Die Universität von Malaga hat 40.000 Studenten mit den Schwerpunkten
Medizin und Wirtschaft.
Málaga ist etwas mehr als 100 km nordöstlich von
Gibraltar
(
)
entfernt. Die Stadt ist komplett eingefasst von Bergen, den Montes de
Málaga. Zwei Flüsse, der Guadalmedina und der Guadalhorce,
durchqueren die Stadt und münden ins Mittelmeer.
Sehenswürdigkeiten sind unter anderem die Kathedrale, das Museo Picasso (mit 240 Werken des Malers), das Geburtshaus Picassos, die Alcazaba (eine maurische Festung aus dem 11. Jahrhundert) und die Burg Castillo de Gibralfaro (aus dem 14. Jahrhundert).
![]() Stierkampfarena © Katrin Grimme |
![]() Blick auf Malaga von der Alcazaba © Katrin Grimme |
Die Heilige Woche von Palmsonntag bis Ostersonntag wird Semana Santa genannt. In
Malaga findet zu dieser Zeit, wie an vielen anderen Orten in Spanien, eine
Osterprozession statt.
Dabei tragen die Angehörigen der Spanischen Legion das Paso. Der schwere
Schrein wird auf den ausgestreckten Armen getragen, nicht auf den Schultern! Die
Pasos sind Gestelle, auf denen eine Marienstatue oder eine Szene des Kreuzwegs
gezeigt werden.
Ihre Tradition geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Damals konnten
viele Menschen nicht lesen und so wurde mit den gezeigten Bildern den Menschen
die Heilige Schrift nahe gebracht.