Nach der langen Fahrt haben wir uns in meiner Wohnung entspannt. Mittlerweile haben wir dort renoviert und eine neue Küche eingebaut.
Nachtrag
Dienstag, 19.06.2012
Wir haben jetzt ein paar Tage so richtig gefaulenzt, hatten nicht mal Lust zum Strand zu gehen, Sonne hatten wir jeden Tag während der Tour reichlich und so war ein Schattenplatz genau das Richtige. Unsere Hände finden langsam die Kraft wieder und auch sonst geht es uns gut.
Obwohl wir körperlich oft „platt“ waren, gab es nie den Moment, an dem wir aufgeben wollten. Wir haben hautnah erlebt, was Motivation und das dazugehörige Adrenalin bewirken können 🙂
Schade ist wirklich, dass wir so Vieles nicht sehen konnten, weil uns die nötige Zeit gefehlt hat, aber wir haben uns manches schon „vorgemerkt“.
Am Sonntag, haben wir direkt vor unserer Haustür erlebt, was alles hätte passieren können. Ein Rennradfahrer kollidierte im Kreisverkehr mit einem PKW. Er wurde von einem Rettungswagen abtransportiert. Plötzlich wurde uns klar, wieviel Schutzengel uns während der gesamten Reise begleitet haben und wie richtig unsere Entscheidung war, den knapp 400km langen gefährlichsten Teil der spanische Küstenstraße mit der Bahn zurück zu legen.
Unsere Eindrücke sind so vielfältig, dass wir uns nicht an jeden einzelnen Tag, jeden Streckenteil oder jede Stadt erinnern können. Deshalb sind wir froh, dass wir unsere Aufzeichnungen und Fotos haben. Sie werden uns helfen, das Erlebte reflektieren zu können und mit etwas Abstand die Erinnerung wieder wach zu rufen.
Ein großes Abenteuer und ein Lebenstraum sind in Erfüllung gegangen und werden sicher Spuren hinterlassen!
Wir bedanken uns bei ALLEN die uns dabei begleitet und motiviert haben, und uns mit Nachrichten von zu Hause versorgt haben. Uns hat immer wieder berührt und beeindruckt, dass uns eine so große Fangemeinde begleitet hat!
Bis zum Wiedersehen! Wir freuen uns!
Tagesetappen – die fünfte Woche
Donnerstag, 14.06.2012
Als wir aufwachten, war es noch nicht hell. Mit der Abfahrt mussten wir deshalb bis 7:00 Uhr warten.
Das Hinterrad hielt trotz Speichenbruch, aber Siggis Sattel brach ab. Ein Spannriemen musste ihn dann auf den letzten 40km fest halten…..(ich wollte nicht mit Siggi tauschen, das war nicht gerade ein bequemes Sitzen…..)
Nach 30 km hatten wir in Almunecar die 3000 km voll. Aber -das Beste zum Schluss- der letzte Marathon ging noch ordentlich bergauf und bergab – und das bei strammen Gegenwind. In Nerja machen wir noch eine letzte Pause, hier ist es schon ein bisschen „wie zu Hause“, diese Strecke sind wir schon mit dem Fahrrad abgefahren. Jetzt heisst es alles geniessen, alles aufsaugen und dann langsam auf der Zielgeraden ausrollen.
Um 13:00 Uhr erreichten wir das Ortschild von Caleta und natürlich gibt es ein Foto!
Nach genau 3042 km ist die Haustür vom Edificio Isis erreicht.
Wir gönnen uns noch einen letzten Hügel und fahren zu Waltraud und Günter, dort werden wir begeistert empfangen und kurze Zeit später sitzen wir gemütlich beim Bier, hmmm wie das zischt……
Wir hörten Gesang von der Straße. Das waren Eva und Wolfgang, die extra Urlaub genommen hatten, um uns hier mit einem Transparent zu empfangen.
Als wir nach Hause kommen, wartet eine weitere Überraschung auf uns, an der Wohnungstür hängt ein riesiger gebundener Kranz, ‚Champion‘ stand darauf. Und drinnen standen Sekt und zwei Gläser. Wer das wohl war?
Wir können das alles noch nicht wirklich fassen. Geschafft! Endlich? Oder doch eher, schon da, so einfach geht dass?
Jetzt heißt es hier „ankommen“, auspacken, Morgen nicht wieder einpacken, mal richtig Wäsche waschen 😉 und all die anderen Dinge wieder tun, die zu einem „normalen“ Alltag gehören. Es ist alles ziemlich unwirklich!
Mittwoch, 13.06.2012
Das Wetter wie immer – blauer Himmel, Sonnenschein!
Frühstück mit Meerblick und sogar ein Gläschen Sekt, was soll da noch schief gehen?
Wir radeln durch die plastikverhüllte Landschaft von Almeria, da kann einem alles vergehen, gut dass es bald wieder Tomaten aus LiLos Garten gibt….
Wir sehen eine für unsere Verhältnisse „riesige“ Schlange über die Straße huschen, brrrr……In Almerimar machen wir Pause, jetzt lassen wir das flache Land bald endgültig hinter uns, ab Adra wird es wieder hügelig. Mein Rad hat seit gestern Nachmittag wieder einen Speichenbruch und eine „8“, nicht so schlimm, es läuft, aber keine der drei angefahrenen Werkstätten hatte die passende Speiche, also Prinzip Hoffnung, das es bis zum Ende hält. Hätte ich bloß bei Decathlon in St. Javier ein paar Speichen eingekauft……
Bei einer Pause werde ich von der Besitzerin des Restaurants massiert, was für ein Service! Niedlich ist ihr spanisch zu hören, sie ist Thailänderin, spanisch ohne „r“. Die Adressen sind ausgetauscht und die Fotos sind versprochen.
Nach dieser Pause sind wir gut motiviert die restlichen 30 km nach Calahonda auch noch zu schaffen. Am Ende ist es aber wieder ziemlich hart, 8 km fast nur bergan, schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf Morgen.
Als wir um 18.30 Uhr Calahonda nach 105 km erreichen, finden wir ein kleines hübsches Hotel direkt am Strand. Wir packen noch einmal alles aus, Brettchen, Korkenzieher, Bundeswehrbesteck, Weinglas und nehmen unser Abendbrot auf unserem Balkon ein.
Irgendwie ist heute alles ein bisschen anders, ein letztes Mal, auspacken, keine große Wäsche. Freude und Wehmut mischen sich. Morgen machen wir die 3000 km noch voll!
Vielen Dank für eure moralische Unterstützung, ihr seid großartig!
Wir melden uns wenn wir in Nerja sind, wir melden unsere Ankunft in Caleta, wir werden einen leckeren Bombay trinken 😉 und im Pool und Meer schwimmen und unsere geschundenen Muskeln verwöhnen. Seid sicher!
Dienstag, 12.06.2012
Nach 50 km durch den Nationalpark Cabo de Gata, mit Steigungen von bis zu 10 %, erreichen wir wieder flaches Land. In der Bucht von Almeria machen wir noch gut 40 km und landen schließlich nach 97 km in Aguadulce.
Siggi hat heute seinen Helm verloren. Die Guardia Civil hielt uns an und fragte nach seinem Helm. Als Siggi feststellte, dass er ihn verloren haben müsse, holte der Polizist ihn aus seinem Auto. Was für ein Glück!
Wir rechnen noch mit 2 Tagen Fahrt 🙂
Montag, 11.06.2012
Wir verlassen das grauselige Hotel ohne Frühstück, radeln zur Strandpromenade und frühstücken dort. Es ist jetzt schon warm…..
Nach dem Frühstück geht es eine Weile ganz entspannt auf dem Paseo Maritimo entlang, bis er direkt auf die Straße führt die wir nach Garrucha nehmen müssen.
Und weiter geht es hoch und runter, die Beine sind noch etwas matschig von Gestern. Bei Mojacar erwischen wir noch einmal relativ flache 10 km, dann geht es wieder in die Berge….jetzt ist es richtig heiß und der Wind bläst volle Pulle aus der falschen Richtung.
Wir kommen auf 179 m Höhe, Cabo de Gatar, Nijar. Oben angekommen sehen wir schon unseren auserkorenen Zielort Carboneras greifbar nah, Aber, erst mal die atemberaubende Abfahrt und dann wieder hoch…Heute finden wir ein wunderschönes Hotel mit Pool am Meer.
Heute habe ich andalusische Fahnen und Busse der andalusischen Verkehrsgesellschaft gesehne. 🙂 Wir kommen unserem Ziel näher.
Nach der Spitzenleistung von Gestern haben wir heute ganz bewusst einen „Kurztagestripp“ 😉 von 65,4 km eingelegt. Morgen geht es up and down weiter.
Ach übrigens, den Hintern geht es jetzt gut, irgend wann kam der Tag und wir haben sie nicht mehr gespürt……..das ist also ok. Aber Berge mag ich weder beim Laufen noch beim Radeln und auch wenn der kleinste Gang es möglich macht überall hoch zu kommen, macht es einen jeden Tag auf neue ganz schön kaputt. Unsere Oberschenkel fühlen sich ein wenig aufgeblasen an und die Hände, machen uns beiden etwas Probleme, wahrscheinlich die ungewohnte Belastung. Aber es geht! Alles nicht schlimm.
Sonntag, 10.06.2012
Höhenmeter ohne Ende, Buckelpiste.
Kurzer Blick auf das total ruhige Mar Menor, dann starten wir auf einem Radweg! durchs flache Land. An Artischockenfeldern und ganz viel wildem Spargel vorbei.
Von La Union aus wird es langsam bergiger, wir stehen auf der Bergkuppe und vor uns liegt Cartagena, in seinem ganzen Ausmaß, wow, und da müssen wir durch…..
Wir gelangen schnell zum Hafen und sind begeistert hier ist die Symbiose zwischen Alt und Moderne gelungen. Unter anderem ist im Hafen eine riesige Holzterrasse, einfach schön.
Wir suchen den Weg durch die Sierra ans Meer, fast 20 km trampeln wir bergan bis auf 322 m Höhe, heiß ist es auch. Trocken ist es hier, fast kein Grün zu sehen, jetzt schön alles völlig verdorrt.
Wie immer folgt die rasante Abfahrt, die so steil ist, dass man sie eben auch nicht mehr wirklich genießen kann und einen grandiosen Blick auf die Landschaft vor uns gibt es natürlich auch wieder.
In Isla Plana angekommen sitzen wir an einem schattigen Plätzchen in einem Selbstbedienungsrestaurant mit einem Blick auf eine entzückende Kirche direkt am Strand. Wir versuchen weiter am Strand zu fahren und erwischen eine Buckelpiste über 10 km. Hat uns aber auch nichts geholfen. Am Ende des Tages mussten wir noch mal auf 395 m hoch., was für eine Schinderei, also aussichtsreiche Höhenstrecken, sind eben doch eher etwas für Motorisierte.
Letztendlich erreichen wir gegen 20.45 Uhr Aguilas und finden eine Unterkunft im Hotel Madrid, nach 118 km! Absolute Höchstleistung. Das Hotel auch:-(
Soviel Kilometer in der Hitze waren einfach etwas zu viel. Insgesamt haben wir jetzt 2699 km.
Ach übrigens, wie war das doch immer mit Qualität, heute haben sich die Druckknöpfe an Siggis Lenkertasche verabschiedet, die Tasche hat den Tripp also nicht überstanden, dabei war sie ganz neu. 🙁
Samstag, 09.06.2012
Wenn der Tag schon so beginnt…
Von den Hostalbesitzern ist um 8:30 Uhr nichts zu sehen, also Abfahrt und Frühstück in der nächsten Bar.
Dann fahren wir kilometerweit durch Salinen und sehen viele Flamingos, die Strecke ist flach, es existiert sogar ein superlanger neuer Radweg. Wir sind bester Dinge.
Aber dann: Erste Panne! Mein Rad hat einen Speichenbruch. Ich kann weiter fahren, aber eine Werkstatt tut Not. Wir machen rast um die Mittagszeit. Neben uns am Tisch sitzen zwei sportlich aussehende junge Männer, also gefragt, sie hatten einen Tipp, ein anderer Gast, drei Tische weiter hatte unser Gespräch verfolgt und einen noch besseren Tipp. Bei Decathlon werden auch Räder repariert. Unser Glück: dieser Decathlon Laden, lag nach 8k m genau an unserer Strecke. Nach dem wir noch nett mit unseren Tischnachbarn übers Laufen ( einer von ihnen läuft jedes Jahr den Marathon in Düsseldorf) und Radfahren gefachsimpelt hatten, riefen sie spontan bei dem Laden an und klärten das mit der Reparatur ab, sehr nett! Nachdem wir in San Javier angekommen waren, dauerte es eine gute Stunde und alles war wieder in bester Ordnung.
Was für ein Glück im Unglück!
Inzwischen ist es aber doch spät geworden und wir fahren noch bis zum Mar Menor nach Los Alzares. Der Kilometerzähler zeigt heute 76km.
Freitag, 08.06.2012
Berge und Bettenburgen. Heute war es richtig heiß. Wir fahren auf einer kurvigen, engen und hügeligen Straße nach Calpe. Ich erkenne nichts wieder. Dann geht es bergauf und bergab auf der N332. Wir gelangen nach Benidorm. Eine Skyline von Bettenburgen. Dieser Ort erfüllt jedes Klischee eines Spanienurlaubs. Bloß weg hier.
Wir kämpfen uns bis kurz von Alicante weiter und stärken uns vor der Durchfahrt durch die Stadt. Schließlich landen wir nach 105 km in Santa Pola in einem netten Hostel.
Wir sind müde – heute passiert gar nichts mehr.
Tagesetappen – die vierte Woche
Donnerstag, 07.06.2012
Von Null auf 210 Höhenmeter! Wir sind früh dran; können den Campingplatz aber nicht vor 8 Uhr verlassen. Während der Wartezeit unterhalten wir uns mit einem Frankfurter Ehepaar, sie sind seit 6 Wochen unterwegs und den Camino de levante gepilgert. Jetzt sind sie auf den Weg in den Campingurlaub an die Costa del Sol. Wieder fahren wir kilometerlang durch Reisfelder und Orangenplantagen. Wir können sie fast vom Rad aus pflücken. Machen wir dann auch, köstlich…….Orange direkt vom Baum. Zum 2. Frühstück erreichen wir Gandia. Eine gigantische Ansammlung von Bettenburgen. Der Strand ist schön, aber hier in der Hochsaison…….
Wir erreichen Oliva und machen mitten in der Stadt auf einer schattenspendenden Allee Pause. Kurze Zeit später auf dem Weg nach Javea, haben wir mal wieder eine Bergetappe, und was für eine.
Von Null auf 210 Meter und natürlich voll in der Mittagshitze:…belohnt werden wir am Ende immer wieder mit atemberaubenden Ausblicken, wenn wir die Kuppe erreichen. Der Weg nach Moraira ist hügelig, aber nicht mehr so schwer. Wir sind wieder am Meer. Erinnerungen kommen hoch….Cap la Nao und Penon de Ifach. Hier habe ich mit 14 Jahren meinen ersten Auslandsurlaub verbracht und erinnere mich noch gut; als ich nach Hause zurück kam habe ich gesagt: Nie mehr Spanien, lieber wieder Ostsee. Was ist daraus geworden!
Heute zeigt der Tacho 105 km. Wir finden ein nettes Hotel mit Pool und Zimmer mit Meerblick, hatten wir noch gar nicht. Jetzt haben wir 4 Wochen rum und fragen uns: Wo ist die Zeit geblieben?
Mittwoch, 06.06.2012
Wir sind planmäßig früh auf den Beinen . Nach einem ausgiebigen wirklich gutem Frühstück mit spanischem Schinken und Käse und erstmalig Pan con tomate y aceite, muss eine Entscheidung her. Weiter fahren, sich heute wieder den Gefahren der Schnellstraße aussetzen, oder ab in den Zug und den verbleibenden 1100 km etwas abzwacken. Es ist bewölkt und wäre optimales Radelwetter; der Stress von Gestern sitzt uns aber noch in den Knochen.
Ab zum Bahnhof, was hören wir? Um nach Valencia zu fahren, müssen wir erst nach Barcelona zurück……..oOH NEIN! Umsonst gekämpft!
Also erst mal mit dem Nahverkehrszug nach Barcelona, St.Sant, zurück, eine halbe Stunde später sitzen wir im Zug nach Valencia. Wir genießen den Blick auf Berge,Meer und erste Olivenplantagen. Orangenhaine tauchen auf. Insgesamt wird das Grün etwas blasser, die Landschaft merklich karger.
Als wir um 14.15 Uhr in Valencia den Zug verlassen, brennt die Sonne vom Himmel, kurze Orientierung, dann nichts wie raus aus der Stadt. Das war allerdings nur mit einer sportlichen Einlage (Räder treppab und treppauf durch eine Unterführung) möglich.Wir finden schnell unseren Weg, landen wieder ganz kurz auf einer Schnellstraße (schon wieder!). In Valencia gibt es viele interessante Gebäude zu bestaunen, war hier Weltausstellung? Finden dann aber einen Radweg und werden entschädigt, welch ein traumhafter Strand im Südwesten von Valencia. Wir fahren kilometerlang auf dem Radweg, rechts und links von uns Wasser. Reisfelder so weit das Auge sehen kann.Hier ist Süden! Trockenheit, Staub, alles ein wenig rummelig. Momentan ist es ganz flach; so schaffen wir noch einige echte Radkilometer. 34 waren es am Ende, die zu den 400 km mit der Eisenbahn hinzu kamen.
Heute ist wieder Schlafsack angesagt, aber erst mal ein Bad im Meer. Schöner weißer Puderzuckersand, echte Panade. Es ist recht windig und eine große Gemeinde Kite-Surfer zeigt ihr Können.
In Barcelona auf dem Bahnhof haben wir ein Ehepaar getroffen; die die Tour gerade anders herum fahren wollen; also von Barcelona nach Deutschland.
Dienstag, 05.06.2012
Barcelona! Eine wirklich beeindruckende Stadt.
Wir fahren knapp 20 km vor Barcelona auf die Strandpromenade und ein Radweg (!) führt uns bis zum Ende des Hafens. Das hätten wir uns so traumhaft nie vorgestellt. Wir sind einfach begeistert und sicher, dass wir dieser Stadt mal einen längeren Besuch abstatten werden.
Rein war prima, aber raus…
Als wie endlich eine für Radfahrer befahrbare Straße gefunden haben, ist diese eigentlich auch unverantwortlich. Wir landen nach 85 km in Castelldefels.
Mal sehen, wie es weiter geht. Wir sind ja immer dicht an der Bahnlinie.
Montag, 04.06.2012
Wir haben um 8:40 Uhr alles eingepackt (nichts vergessen). Können aber nicht los, weil
die Rezeption erst um 9.Uhr öffnet! 🙁
Dann wollen wir mal eben schnell ein Paket mit den überflüssigen dicken Klamotten nach Deutschland schicken, bevor wir uns auf die heutige Bergtour begeben. Bis wir alles geregelt hatten war es nach 10 Uhr. So richtig Lust haben wir nicht….der Himmel ist grau, die Beine sind müde.
Ab Castell d Àro wird es richtig bergig, zur Belohnung haben wir Aussicht und Pinienduft. Ach Moni, sag doch Lorena wir freuen uns schon jetzt auf ihren wirklich guten café con leche, bisher hat kein Kaffee so gut geschmeckt.
Hinter Lloret de Mar sind wir endlich durch…..man war das anstrengend und auch heute haben wir wieder manchen Meter geschoben. Danach kommen wir auf der Promenade gut voran und schaffen es noch bis Calella. 71 km sind es heute, man gut, ohne Sonnenschein.
Jetzt haben wir sie also gesehen, die Ferienorte, Tossa de Mar, Lloret de Mar, gespannt waren wir schon…….aber Urlaub hier? Och nee, da haben wir schon viel Schöneres gesehen. Die Küste hat sich im Laufe des Tages sehr verändert, von Steilküste auf ganz flachen Sandstrand.
In Calella finden wir ein Hotel direkt an der Promenade und machen uns auf zum Abendessen in die Altstadt. Morgen erreichen wir Barcelona, mal sehen wie wir da nun wieder durchkommen?
Siggi ist ab heute per Handy wieder erreichbar!
Gute Nacht!
Ich träume heute bestimmt von Pinienwald und Kurven……..
Sonntag, 03.06.2012
Wir starten um 8.15 Uhr nach einem ausgiebigem Plausch mit dem Hostalbesitzer Isidro Gumpert.
Und sofort holt uns die Bergwelt wieder ein…es bleibt einfach nur schieben. Gut, dass die Sonne hinter Wolken verschwunden ist. Warm ist es auch ohne sie. Wir kommen ganz gut voran, Verkehr gibt es Sonntagmorgen auch nicht viel. Wir kommen an vielen Reisfeldern vorbei.
In Richtung Figueres wird es dann richtig flach und wir machen richtig Kilometer. Hier sitzen am Sonntagvormittag die Damen aus dem horizontalen Gewerbe auf einfachen Plastikstühlen an der Straße.
Endlich macht auch einkaufen wieder Spaß! In Frankreich war es erheblich teurer.
Wenn nicht halb Baden-Württemberg und die Niederlande unterwegs wären, hätten wir die Straße fast für uns alleine. 😉 Der Wind ist frisch und es ist fast kühl, aber zum Radfahren völlig okay.
Wir kämpfen uns gegen den Wind 94 km weit bis nach Palamós.
Welche Aufregung 6 km vor unserem Ziel. Auf der Karte gibt es nur eine Autobahn und sonst keinen Weg.30 km zurück, oh nein! Ich will nicht, also gefragt und versucht und am Ende einen richtig guten Radweg (in Spanien!) gefunden, welche schöne Überraschung, glücklich über diesen Ausgang, beziehen wir um 17 Uhr unsere total nettes Chalet auf dem Campingplatz in Palamos. Zwar keine Küche, aber dafür Handtücher und Bettwäsche, der Schlafsack, darf heute eingewickelt bleiben.
Wir machen uns ziemlich kaputt auf den Weg in die Stadt und landen in einer Tapa-Bar…….köstlich! Ich hätte nicht gedacht, dass es ihm Norden schon Tapas gibt. Es steht alles fertig auf dem Tresen und man kann nehmen was das Herz oder der Magen begehrt und am Ende wird nach den Holzspießen abgerechnet, die auf dem Teller liegen. Das war richtig prima!
Samstag, 02.06.2012
Wie geplant schaffen wir es nach einem spartanischen Frühstück auf unserer Veranda vor 7 Uhr den Campingplatz zu verlassen.Wir fahren durch Dünen und immer schnurgerade Richtung Süden. Finden noch den einen oder anderen kurzen Radweg und sind immer wieder begeistert von der Landschaft und dem Duft des Südens.
Wir passieren Artischockenfelder, Oleanderhecken und riesige satt grüne Rosmarinbüsche.
In Argeles-Plage machen wir nach gut 30 km Kaffeepause, bis jetzt war es ganz flach…..Nach weiteren 8 km geht es langsam in die Berge. Auf dem Weg nach Banyuls s. mer erreichen wir schließlich 363 Höhenmeter aber wo es bergauf geht , geht es ja auch wieder bergab. Diese 3 Steigungen haben uns heute allerdings eine Menge abverlangt. Und manchen Meter haben wir geschoben.
Noch in Frankreich, in Cerbere, im letzten Ort vor der spanischen Grenze haben wir die 2000 km voll!
Kurz vorher treffen wir auf Chris, einen jungen Engländer, mit einem Budget von 100 Euro auf der Fahrt von Barcelona nach München. Hochachtung, was sind wir luxuriös unterwegs!
Wir schenken ihm spontan unsere ausgediente Frankreichkarte. Zwischendurch treffen wir immer mal wieder Mr. X aus Braunschweig, keine Namen, keine Fotos, auf jeden Fall alleine unterwegs von Braunschweig nach Malle.
Gegen 17.30 Uhr erreichen wir endlich die Grenze, stehen zwischen den Ländern und genießen die Aussicht, bevor wir uns auf die letzte rasante Abfahrt des Tages begeben (wer bremst ist feige………)
In Port Bou angekommen finden wir nach den bisher anstrengendsten 90 km sofort ein Hostal. Der Besitzer ist ein super Typ, da müssen wir zu Hause im Internet noch mal „nachgoogeln“. Hat viel mit Benjamin Walter zu tun.
Freitag, 01.06.2012
…..man wo bleibt die Zeit, drei Wochen sollen wir schon unterwegs sein?
Wir sind früh wie nie unterwegs, um 7 Uhr ist Abfahrt. Herrlich kühle Luft, ein super Radweg direkt am Strand. Mehr kann man fast nicht haben. Allerdings haben wir 10 km später den Radweg durch die Salinen nicht gefunden und mussten den großen Umweg über Narbonne fahren, also sind wir immer noch in Frankreich.
Morgen werden wir die 2000 km voll machen und hoffentlich auch in Spanien ankommen.
Das frühe Starten werden wir beibehalten, so haben wir schon 30-40 km auf der Anzeige bevor die Wärme richtig losgeht.
Hier ist es sehr heiß; heute Mittag haben wir eine längere Pause in Sigean gemacht, bei über 30 Grad macht Rad fahren keinen Spaß mehr. Natürlich kommt dann der beliebte Gegenwind auch noch dazu…….
Relativ früh erreichen wir Leucate-Plage und ja, wir packen wieder den Schlafsack aus, auf dem Campingplätzen gefällt es uns gut, sie sind ruhig und bisher hatten wir immer eine Veranda zum draußen sitzen und den Abend ausklingen zu lassen.
Also ankommen, große Wäsche und ab ins Meer! Das hat was; daran können wir uns gut gewöhnen; Das Bad im Meer ist die schönste Belohnung für den Tag.
Heute hatten wir 95 km auf unseren Velos.
Danke für eure Kommentare wir sind auch immer gespannt, ob wir „Post“ haben.
Wir wünschen euch allen ein schönes Wochenende!
Tagesetappen – die dritte Woche
Donnerstag, 31.05.2012
Wir haben Urlaub! Heute merken wir es mal 😉 Wir tun genau das was alle Anderen hier auch tun, Sonnenbaden, schwimmen, faulenzen, genießen.
Vor allen Dingen suchen wir Schatten, das Thermometer zeigt 35 Grad, nur gut, dass wir heute nicht fahren.
Mittwoch, 30.05.2012
Nach kurzen Plausch mit einem Schweizer Pärchen, die seit 8 Wochen von Marokko aus in Richtung Schweiz unterwegs sind, geht es direkt vom Campingplatz auf den Radweg. Fantastische Landschaft, toller Strand, überall Wasser. Mittags gönnen wir uns ein Bad im Mittelmeer. Wir fahren mal auf der Straße, mal Radweg; auch am Canal du Midi sind wir unterwegs.
Richtig vorwärts kommen wir heute aber nicht. 77 km. In Valras-Plage finden wir ein Hotel und buchen 2 Tage. Pause ist angesagt. Ich reduziere unfreiwillig mein Gepäck. Erst habe ich mein Schlafzeug im Hotel vergessen, dann hat sich mein Shampoo in meine Tasche ergossen und heute habe ich die geniale Camping-Wäscheleine hängen gelassen 🙁
Mittags gibt es übrigens oft Couscous-Salat. lecker!
Dienstag, 29.05.2012
Am 19. Tag erreichen wir das Mittelmeer. Wir starten schweren Herzens aus dem Mr. President Hotel. Es ist einfach schön hier. Nach wenigen Kilometern erreichen wir die Carmargue.
Großartige Weite, flaches Land. Zwar keine Wildpferde, aber immerhin weiße. Strandläufer, Störche, Flamingos, Feigenbäume und ein großes Weinanbaugebiet. In la Grande Motte sitzen wir am Meer. Halt machen wir nach 97 km in Vic-la-Gradiole auf dem Campingplatz. Pool und Schlafsack 🙂
Gute Nacht!
Montag, 28.05.2012
Nach einem mächtigem Frühstück starten wir in einen sonnigen Tag.
Finden die ausgespähte Nebenstrecke und genießen, den Wald, die Ruhe, den frischen Tag. Es gibt riesige Pinienzapfen! Leider keine Chance sie einzupacken 🙁 Auf dieser Nebenstrecke gelangen wir direkt nach Orange. Hier bewundern wir den Arc de Triomphe und das riesige Theatre Antique, unglaublich, was die Römer hier gebaut haben.
Unser 2. Frühstück besteht aus Kirschen direkt vom Baum. Eine Melange aus Düften und Aromen haben wir in der Nase. Hier ist wirklich Süden.
Gegen Mittag erreichen wir Avignon, fahren oder bleiben?
Manchmal kommen wir uns vor wie die Japaner auf Urlaubsreise: Foto und weiter. Wir lassen die Stadt links liegen. Fahren weiter bis Bellegarde, dort liegen wir nach 93 km im Pool vom Hotel President, cool!
Ein wirklich nettes Hotel und ich kann mit dem Besitzer spanisch plaudern, was mir einfach besser über die Lippen kommt, als französisch, .-)
Nun können wir das Meer fast riechen…….
Sonntag, 27.05.2012
Vor 8 Uhr en route! Wir finden mal wieder die Via Rhona, aber der Spaß ist nur kurz. Ein Herr führt sein Lama an der Leine wie einen Hund auf dem Radweg spazieren, was es alles gibt, …….
In Baix haben wir die 1500 km voll. Baix und Cruas sind uralte Orte mit winzigen Steintreppen und Gassen, wer von euch Competa kennt, dem kann ich nur sagen, die Gassen dort sind dagegen halbe Alleen.
Es gibt blühenden Ginster überall, Mohn und Lavendelfelder, der Lavendel blüht leider noch nicht.
Das Radfahren ist anstrengend, weil uns nur die Straße bleibt. Nach 96 km ist in Bollene Schluss. Radfahrer mit Gepäck- Fehlanzeige- dafür lauter WOMOS und Wohnwagengespanne mit deutschem Kennzeichen Richtung Süden, die machen wohl alle Urlaub 😉
Samstag, 26.05.2012
Wir starten um 8.50 Uhr aus dem Ibis mit dem wunderschönen Blick über den Fluss. Überqueren die Rhone, finden uns am anderen Ufer sofort auf der Veloroute 2, Via Rhona , wieder. Wir sind begeistert von Landschaft und Farben. Bei Condrieux treffen wir auf 2 Weltumrunder, 3 Jahre mit dem Rad unterwegs und nun auf dem nach Hause, nach Paris….unglaublich
Heute sehen wir öfter Gepäck-Radler.
Es gibt eine satte Mahlzeit Kirschen direkt vom Baum, hmmm
Inzwischen sehen wir ziemlich lustig aus, halb-braune Beine, Arme und Hände, dass bekommen wir den ganzen Sommer über nicht mehr reguliert.
Prachtvolle Rosenstöcke und Lorbeerhecken säumen unseren Weg.
Das Rhonetal ist hier sehr schmal und wir sehen die Menschen in den Weinbergen arbeiten, ich möchte nicht tauschen.
Nach ca. 50 km ist der Radweg leider zu Ende und wir müssen wieder auf die Straße.
Als wir die Stadt Tournon verlassen haben wir wie aus dem Nichts einen fantastischen Blick auf die Seealpen, traumhaft!
Ende ist Heute in Valence nach 93 km.
Einen Sonnenbrand auf den Schultern habe ich mir gratis eingefangen, selbst schuld.
Freitag, 25.05.2012
Heute starten wir wieder spät: Da musste erst noch der Schlafsack wieder eingepackt werden…..Zunächst finden wir den Weg sehr gut, es ist allerdings eine „Bergetappe“ und wir beschließen zum Fluss zurück zu kehren, obwohl uns dort der Moloch Lyon erwartet.
Keine gute Entscheidung; die Stadt ist einfach zu groß, wir verfransen uns im Gewirr von Brücken, Straßen und Flüssen, gegen 15 Uhr treffen wir auf den Zusammenfluss von Saone und Rhone, ab jetzt folgen wir der Rhone, jedenfalls versuchen wir es………Einen direkten Weg am Fluss gibt es nicht.
Nach 76 km landen wir bei 33 Grad um 18.20 Uhr in Vienne. Es reicht! Das war heute sehr anstrengend. Wir machen noch einen Spaziergang durch die Altstadt und machen ein paar Fotos, dann bummeln wir am Ufer der Rhone zum Hotel zurück. Jetzt merken wir, dass wir wirklich in den Süden kommen. Mal sehen bis wohin uns unsere Räder Morgen bringen?
Schöne Pfingsten für euch alle, vielleicht radelt ihr ja ein bisschen?;-)
Tagesetappen – die zweite Woche
Donnerstag, 24.05.2012
Um 8 Uhr ging es los – früh wie nie. Aber unterwegs brach Siggi ein Zahn ab und er musste in Belleville zum Zahnarzt. Trotzdem schafften wir noch 69 km und sind jetzt in Anse auf einem Campingplatz – in einer Hütte.
Das Wetter ist gut, aber es geht meist an einer Hauptstraße entlang.
Morgen erwartet uns Lyon – mal sehen, wie wir da dran vorbei kommen.
(Nachricht per Telefon an den Webmaster)
Und nun noch mal ausführlich:
So früh waren wir noch nie, 8 Uhr und sogar schon gefrühstückt. Wir fahren am Ufer der Saone durch Macon, sehr schön in der morgendlichen Ruhe, etwas dunstig zwar, aber auch hier würde sich ein längerer Stopp sicherlich lohnen. Leider ist der Radweg bald zu Ende und wir müssen uns von nun an endgültig an das Fahren auf befahrenen Straßen gewöhnen.
Unser nächstes Ziel ist Belleville, im Land des Beaujoulais. Dort muss Siggi einen Zahnarzt aufsuchen, Pech! Ihm war etwas von einem Zahn abgebrochen; aber er meinte anschließend, die Zahnärztin sei so nett gewesen; dass es ganz okay gewesen sei!
Die Behandlung war schnell erledigt und so konnten wir unsere Tour fortsetzen. Das Wetter ist heute okay, nicht kalt aber irgendwie klamm, erst gegen Nachmittag wird es sonnig. Flora und Fauna haben sich noch immer nicht groß verändert. Der französische Kuckuck ruft auch jeden Tag. Heute treffen wir nur einen einzigen Radler mit Gepäck. Von Belleville fahren wir noch bis Anse und versuchen mal etwas Neues:
Wir mieten ein kleines Chalet auf einem Campingplatz.Endlich kommen die mitgeschleppten Schlafsäcke mal zum Einsatz 😉
Große Wäsche haben wir schon erledigt und die Sachen trocknen in der Sonne, nachher gibt es Salat und Wein auf der Terrasse, was will man mehr? Heute hatten wir richtig früh „Feierabend“, um 15:40 Uhr , nach 69 km haben wir die Velos in die Ecke gestellt.
Danke an euch Alle, für eure guten Wünsche und Gedanken, die uns begleiten und aufmuntern, es ist schön von euch zu lesen, nicht böse sein; wenn wir nicht jedem antworten können, die Zeit am Computer ist immer sehr knapp bemessen.
Seit Gestern geht es auch körperlich besser, der Körper gewöhnt sich an das Sitzen im Sattel und die Oberschenkel haben sich wohl langsam aufgebaut………
Genießt die Sonne euren Feierabend und das lange Wochenende!
Mittwoch, 23.05.2012
Heute hatten wir ein Multi-Kulti-Frühstück : Holland, Deutschland, Algerien und der Elsass an einem Tisch. War so gut, hat länger gedauert. Endlich war mal das Sprachtalent gefragt und nicht nur die Oberschenkelmuskulatur 😉
Die Holländer treffen wir am Vormittag noch drei Mal, bevor unsere Wege sich trennen..
Die beiden wollen weiter nach Nevers an die Loire und dann in die Niederlande zurück.
Den Fluss haben wir mal wieder gewechselt. Gleich nach dem Start überqueren wir die Saone. Kanal und Schleusen haben wir hinter uns gelassen.
Anspruchsvolle Strecke: Radwege Mangelware!
Wetter okay, trocken ohne Sonne. Optimal – danke für’s Daumendrücken 🙂
Nach 102 km landen wir in Macon. Heute mal in getrennten Betten, dafür haben wir die Räder mit im Zimmer. (Können uns gar nicht mehr trennen 😉 )
Heute sind wir oft „in the middle of nowhere“ unterwegs gewesen und ich war froh, nicht alleine zu sein. Sehr einsame Gegend…
(Beitrag per SMS an den Webmaster)
Dienstag, 22.05.2012
Was für ein Tag! Der Start wegen Regen zögerlich… Nach 10 Minuten sitzen wir schon wieder in einem Café 🙂
Regen, nass, kalt, nebelig.
Ich habe leichte Pudding-Beine und fühle mich nicht so fit.
Am frühen Nachmittag beschließen wir, einen kurzen Tag einzulegen und im gut 10 km entfernten Dole zu übernachten! Es gibt aber in dem ganzen Ort kein einziges freies Hotelzimmer. Also müssen wir weiter.
Siggi macht mir Mut und ist ganz optimistisch. Nach weiteren 35 km landen wir gegen 20 Uhr endlich in Seurre und finden eine Bleibe.
Der Tacho sagt 113 km!
Das war etwas zu viel heute.
Bestellt bloß etwas Sonne! Danke!
(Beitrag per SMS an den Webmaster)
Montag, 21.05.2012
Gestern Sonne und Rückenwind, heute Regen und Gegenwind. Wasser von allen Seiten. Der Kanal, le Doubs und der Regen. Gegen Mittag klart es endlich auf. Wir machen ein schönes Picknick auf einem Steg in Doubs.
Um 16 Uhr haben wir die ersten 1000 km! 🙂
Unser Quartier nehmen wir in Besancon, nach 102 km.
Siggi ist per Handy zur Zeit nicht erreichbar 🙁
Sonst ist alles okay.
(Beitrag per SMS an den Webmaster)
Sonntag, 20.05.2012
Wir verabreden uns mit Uwe und Gabi zum Frühstück, danach verabschieden wir uns, die beiden fahren nach Freiburg, wir weiter nach Frankreich.
Den ganzen Tag am Rhone-Rhein Kanal. Echter Szenenwechsel:
Gestern den ganzen Tag der mächtige Rhein, heute der Canal mit ganz vielen Schleusen.
Die Franzosen sind sehr nett, alle grüßen. Nach 86 km landen wir bei ziemlicher Hitze in Montbeliard und nehmen uns hier wegen drohender Gewitterwolken ein Quartier.
Insgesamt haben wir jetzt 920 km geschafft!
Sonnabend , 19.05.2012
Heute wieder früher unterwegs. Um 8:20 Uhr verlassen wir das Labyrinth-Hotel in Marlen.
Den ganzen Tag am Rhein entlang.Heute ist Tag der Schwäne. Die Krönung ist ein Nest mitten auf dem Radweg.
Unterwegs gibt es einen kleinen Mundraub, erste Erdbeeren vom Feld, echt lecker! Im Hafen von Breisach gibt es eine kleine down-hill Einlage.
Heute haben wir richtig km gemacht 114!! Um 18:30 Uhr steigen wir vom Rad. Kerstin und Lutz erwarten uns an der Strecke, welch schöne Überraschung!
Kerstin hat in einer Sky-Sports-Bar Plätze reserviert und wir sehen neben einem vorzüglichen Spargelessen das Pokalendspiel.
Danach sinken wir nur noch ins Bett.
Freitag 18.05.2012
Der 8. Tag:
Abfahrt um 9:20 Uhr, obwohl wir uns schon um 7:30 Uhr zum Frühstück getroffen haben – es wird immer später.
Eine Stunde später sind wir auf einer Rheinbrücke und wechseln mit der Flussseite auch das Land – wir sind jetzt in Frankreich. Hier geht es schnurgerade kilometerlang am Rhein entlang. Bei Gambsheim machen wir an einer Fischtreppe Pause.
Danach radeln wir direkt nach Straßburg. Nach so viel Natur erschlägt uns die total Geschäftigkeit. Die Stadt ist wirklich schön, aber so voller Menschen, dass wir mit unseren bepackten Rädern kaum durch kommen.
Ein Blick auf das Münster und weiter geht’s…
Als wir am späten Nachmittag Straßburg über die Europa-Brücke verlassen, begleiten uns ein paar Regentropfen. Wir sind alle geschafft.
Uwe spendiert uns in Kehl zur Motivationsaufbau ein Glas Rotwein. Wir kommen aber nur noch bis Marlen – ein Dorf zwischen Schwarzwald und Vogesen.
Heute haben wir uns über 78 km gestrampelt.
Tagesetappen – die erste Woche
Donnerstag 17.05.2012
Der 7. Tag:
Um 8:40 Uhr brechen wir in der Jugendherberge auf. Um Punkt 9 Uhr treffen wir Gabriele und Uwe am Bahnhof. Nach kurzem Austausch aller Neuigkeiten starten wir. Wir durchfahren noch einmal die Altstadt von Speyer und radeln am Technikmuseum vorbei, aus der Stadt. Auf dem Weg nach Germersheim begegnen wir einer großen Gruppe von Tandemfahrer. Kurze Zeit später entdecken wir am Himmel einen Zeppelin. Viel vom Rhein sehen wir nicht.
Von einem Dammweg aus können wir in der Rheinaue eine Gruppe Störche beobachten. Gabriele und Siggi scheuen für ein gutes Foto keine Mühe und radeln extra Kilometer zu einem Mohnfeld. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.
Kurz vor Wörth treffen wir einen Hochradfahrer, super! Das Beste: er ist auch der Zeit entsprechend angezogen – ein echter Hingucker.
Im badischen Maxau machen wir unsere wohlverdiente Mittagspause, nachdem wir vorher doch mal die Rheinseite gewechselt haben. Kurz nach unserer Rast müssen wir das Hafensperrtor von Karlsruhe überwinden – eine Metalltreppe mit Schiebeleiste, die man aber nur ohne Gepäck benutzen konnte 🙁
Das Wetter ist traumhaft.
Gegen 18:15 Uhr haben wir unser Hotel in Rastatt erreicht. Wir beenden unseren aktiven Radeltag und haben 93 km geschafft.
Am Abend sehen wir uns das Barockschloss an und essen in einem netten italienischen Restaurant.
Ein cooler Tag in netter Begleitung.
Mittwoch 16.05.2012
Der 6. Tag:
Heute warten wir mit der Abfahrt bis nach dem Regen….starten so gegen 9.30 Uhr und lassen uns von unserer Wirtin einen kleinen Einblick in die Winzerarbeit „Gestern und Heute“ geben. Sehr interessant!
Wir fahren seit gestern Mittag am Rhein, haben also mal wieder den Fluss und inzwischen auch die Mundart gewechselt, gell! 🙂
An Manches habe ich mich schnell gewöhnt, Helm und Brustbeutel beispielsweise, aber dass ich ohne Uhr losgefahren bin…….na ja, mal sehen ob ich mich auch daran in den nächsten Wochen noch gewöhnen kann.
Wir erreichen fast trocken Worms und begegnen am Rande des Radweges Fasanen, Rebhühnern, Wildkanninchen. Es ist alles ganz toll, aber einfach zu kalt!
In Worms genehmigen wir uns wenigstens eine Umrundung des Doms mit dem Rad…fühlen uns ein wenig wie Kulturbanausen, es gäbe so viel zu sehen, aber leider fehlt die Zeit…..nach Worms gelangen wir nach Ludwigshafen, wir nehmen die Route durch den Maudacher Bruch und bekommen so nicht viel mit von den gewaltigen Industrieanlagen.
Auf dem Weg nach Speyer, sehen wir jede Menge Spargelfelder und auf einem Feld sogar schon dicke leuchtend rote Erdbeeren…es wird also, trotz der Kälte!
Wir treffen einen Radler, alleine unterwegs in einer Woche von Langenfeld zum Bodensee, er „verbuddelt“ unterwegs kleine Anekdoten, damit seine jetzt noch kleine Tochter diese „Schätze“ in 20 Jahren wieder ausgraben kann. Unsere Wirtin erzählte von mehreren Radlern die bei ihr übernachtet haben, die auf dem Weg dem Weg nach Rom waren und letztens haben wir einen Herrn getroffen, zu Fuß unterwegs von Füssen an die Nordsee, jeden Tag ca. 45 km. Also, wir sind nicht allein! 😉
Unterwegs treffen wir immer wieder Gruppen von Radpilgern auf dem Weg zum Kirchentag nach Mannhein.
Kurz vor Speyer geraten wir fast noch in ein Gewitter, der Himmel sah wirklich bedrohlich aus, aber eben nur fast. Es hat gepasst! Glück gehabt, nicht nass geworden.
Als wir die JH erreichen, haben wir 97 km auf dem Zähler, es ist 18:04 Uhr und wir sind kaputt. Insgesamt haben wir jetzt bereits 555,50 km geschafft!
Nach dem Abendessen haben wir uns noch zu einem Spaziergang in die Altstadt von Speyer aufgerafft, hat sich wirklich gelohnt, sehr beeindruckend!
Morgen früh, holen wir Gabriele und Uwe vom Bahnhof ab und radeln ein paar Tage zu viert den Fluss ab. Am Samstag hoffen wir dann auf Kerstin und Lutz! 🙂
So, jetzt aber ganz schnell schlafen gehen………..den ganzen Tag frische Luft ist ermüdend 😉
Dienstag 15.05.2012
Zwischenstand 14:15 Uhr: Mainz
8:55 Abfahrt, Wir können uns gar nicht losreißen, so schön ist das Hotel.
Und auch der Wetterbericht versprach nicht viel Gutes – aber im Bett bleiben – nicht mit uns.
Immerhin war es bei der Abfahrt trocken und sonnig. Es war ein ziemlicher Kontrast:
gestern die quirlige Kinzig und Natur pur, heute der langsame Main und die Skyline von Frankfurt. Kurz hinter Frankfurt erwischt uns der erste Regenschauer – und es war nicht der letzte.
Der Radweg ist gut beschildert, aber der Belag ist schlecht – mal Schotter, mal Betonplatten.
Bei Flörsheim gibt es das erste Mal Weinberge soweit das Auge reicht.
Gegen 13 Uhr erreichen wir die Mainmündung. Und wir machen einen Abstecher in die Innenstadt von Mainz und schauen uns Dom und Gutenbergmuseum an – leider nur von außen – wir haben noch etwas vor.
Wir radeln noch bis Nierstein, wo wir eine Unterkunft in einem Weingut gefunden haben.
Rot oder weiß? Weiß – Riesling
Heute nur 70 km – Hinterschonprogramm
Morgen geht’s bis Speyer, wo wir schon ein Zimmer in der Jugendherberge reserviert haben. Da stoßen am Donnerstag Gabriele und Uwe für ein paar Tage zu uns.
Montag 14.05.2012
Unser gestriger Abendspaziergang durch die Märchenstadt Steinau, war wie ein Gang in die Vergangenheit. Bezaubernde alte Fachwerkhäuser, mit Holzschindeln behangene Häuser und eine imposante Schloßanlage. Als wir heute Morgen aus dem 2 Stock zum Frühstücken marschiert sind, haben wir unsere Oberschenkel von der Berg-und Talfahrt ganz schön gemerkt. Die Knie sagen nichts, die Hüfte auch nicht und der Hintern spricht kontinuierlich mit uns, aber immer noch erträglich ;-)…….
Mit belegten Brötchen als Proviant im Gepäck, sind wir um 8:30 Uhr in den 4. Tag gestartet. Auf dem Hessischen Fernradweg Nr. 3, oder auch Main-Kinzig- Radweg, fest im Sattel auf der Königsstraße „Via Regia“, (alte Handelsstraße zwischen Frankfurt und Leipzig) folgen wir der Kinzig in ihrem schmalen Tal. Alles schön flach hier! Wir passieren die Kinzigtalsperre, wunderschön, sie vermittelt eine außerordentliche Ruhe.
Später kommen wir durch Bad Soden-Salmünster und folgen eine Zeit der Salz, bis diese mit der Kinzig zusammenfließt. Bei Hanau liegt plötzlich der Main vor uns. Ziemlich breit und viel größer als das was wir in den letzten Tagen gesehen haben, aber auch sehr gemächlich. In Hanau haben wir am Mainufer das prächtige Schloss Philippsburg gesehen und sind dann weiter an dieser Flussseite auf dem Uferweg bis Rampenheim. Da war mal wieder eine Fährfahrt angesagt.
Wir radeln noch bis Offenbach -der Tacho zeigt heute 80 km- und quartieren uns im Hotel Graf ein. Heute haben wir es richtig nett! 🙂
Gleich treffen wir uns mit Gabi und Jürgen auf ein Gläschen.
Hallo Gabriele J., die Motivation ist immer noch gut!
Und bei all den Farben, Düften und ständig wechselnden Landschaften, merken wir täglich, dass wir leben. Es macht viel Spaß soviel Natur zu spüren.
Siggi und Katrin
Sonntag 13.05.2012
Abfahrt Bad Hersfeld Jugendherberge 8:30 Uhr.
Wie radeln weiter durch die Aue der Fulda bis in die gleichnamige Barockstadt. Es ist kalt – und zwar richtig kalt. Irgendwann merkt Katrin ihre Füße nicht mehr.
In Fulda findet gerade ein Triathlon statt. 1,5 km Schwimmen – 40 km Radeln – 10 km Laufen.
Hinter Fulda ist es dann vorbei mit der seichten Flussfahrt. Wir wechseln auf den R3 – der ist nicht von sooo guter Qualität. es gibt alles: fahren direkt an der Straße, Kieswege, Kopfsteinpflaster. Wir strampeln berghoch und jagen bergab. Ein gequälter und ein geschenkter Kilometer – so war das heute.
Um 17:45 Uhr erreichen wie Steinau an der Straße und haben wieder 98 km pannenfrei geschafft.
Und jetzt gehen wir bummeln – denn hier ist die Brüder-Grimm-Stadt. Hier lebten die berühmten Märchenbrüder Jacob und Wilhelm Grimm von 1791 bis 1798. Ihr Wohnsitz, das Brüder-Grimm-Haus Steinau ist ein Museum zu Leben und Werk.
Samstag 12.05.2012
Von Kassel nach Bad Hersfeld
Um 8:30 Uhr verlassen wir das Hotel und begeben uns wieder auf den R1.
Der ist wirklich super gut ausgeschildert.
Im Gegensatz zu Gestern ist es frisch, wenn nicht kalt.
Gegen 12 Uhr erreichen wir Melsungen, ziemlich durchgefroren, aber trocken.
Hinter Melsungen benutzen wir eine Seilfähre, cool.
Wir beamten uns selbst samt Rädern und Gepäck über die Fulda. Ein völlig neues Erlebnis.
Zum Garmin bleibt heute zu sagen: „shit in-shit out! 😉
Der Plan waren 77 km………..
Am Ende haben wir 97 km auf der Rolle und sind gegen 17 Uhr an unserem Ziel, der Jugendherberge in Bad Hersfeld angekommen.
Jetzt sind wir gut gestärkt!
Mir ist aufgefallen, dass nur Männer mit dem Rad unterwegs sind, egal ob als „Einzeltäter“ oder als Clübchen…….
Alles im grünen Bereich!
Liebe Grüße
von Siggi und Katrin
Freitag 11.05.2012
Ein Wort zum Vormittag:Gegenwind!
aber auch Froschkonzert, eine Schar Wildgänse und endlich mal wieder Maikäfer in echt.
Der Fährmann in Bad Karlshafen, hat beim Transport meines Rades gefragt, ob ich zu Hause ausgezogen sei………
Bis Hann. Münden (15 Uhr) bleiben wir trocken, aber dann…im Regen bis nach Kassel, auf einem sehr sandigen und durchgeweichten Radweg (da müssen die Hessen noch dran arbeiten…)
Die Gepäcktaschen sind total schmutzig, wir sind nass und sehen aus wie kleine Schweinchen.
Um 17:45 Uhr erreichen wir Kassel und der Tacho zeigt 109 km.
Jetzt geht`s (endlich) los!
Man war das eine lange Woche………. 😉
Wir danken euch für eure Zuversicht, dass ihr uns die Daumen drückt und all die guten Wünsche:
Fantastische Eindrücke, schönes Radelwetter, außergewöhnliche Erlebnisse und Begegnungen, gute Ausdauer, stramme Waden, nette Unterkünfte, Durchhaltevermögen, viel Spaß, keine Pannen, Freude an der Natur, guten Wein und gutes Baguette, eine gute Ankunft und gute Erholung.
Danke Georg, für dein „Schraubertalent“ und deine 3 guten Tipps: 1.) Streiten nur alle 2 Stunden 2.) Ausrauben lassen nur alle 2 Wochen 3.) wichtige Telefonnummern auf ein paar Zettel in allen Taschen verteilen.
Danke Günter, für die präparierten Eisbeutel, die in Caleta schon auf uns warten……..
Danke Helmut, dass du diese Seite eingerichtet hast, ohne dich, gäbe es keinen Blog.
Wir freuen uns darauf mit Gaby und Jürgen bei Frankfurt ein Bierchen zu trinken, auf Uwe und Gabriele, die uns ab Himmelfahrt ein paar Tage begleiten werden, auf Lena und Patrick, die wir hoffentlich in der Nähe von Heidelberg treffen können und auf Kerstin und Lutz, die mit uns in Mulhouse anstoßen wollen.
Die Packtaschen sind voll, die Trinkflaschen gefüllt, die Reifen ordentlich aufgepumpt, das Navi mit der Route geladen und wir sind hochmotiviert.
Da kann nur noch die Sonne scheinen, alles wird gut!
Katrin & Siggi
4 Stunden später:
War das schön! …………Die Überraschung ist euch gelungen!
Was für ein Abschied mit „der Welle“ mitten auf der Straße. Wir haben uns riesig gefreut!
Eine tolle Idee sowieso und nun sind wir auch wirklich komplett ausgestattet. Mit Hupe und Flagge…….wir können weder überhört noch übersehen werden;-)
Die erste Etappe haben wir hinter uns, 19 km bis zu Siggi! Das war einfach.
Bis bald!
Die Route
Der Start rückt näher, am 11. Mai soll die Reise beginnen.
Die erste Etappe führt von Stadtoldendorf, nach Holzminden, an der Weser entlang über Bad Karlshafen und Hann. Münden, weiter an der Fulda bis nach Kassel. Dann geht es über Bad Hersfeld, Fulda, Neuhof auf dem Hessischen Radweg Nr. 3 auch „Spätlesereiter“ genannt, an der Kinzig über Hanau, Höchst, Rüsselsheim, am Main bis nach Mainz.
Von Mainz aus immer den Rhein entlang über Worms, Mannheim, Speyer, Karlsruhe, Straßbourg, bis nach Neuenburg. Hier verlassen wir Deutschland in Richtung Moulhause. In Frankreich radeln wir entlang der Doubs durch Montebeliard, Dampierre, Besancan und Dole bis wir in Verdun-sur-le-Doubs mal wieder den Fluß wechseln und von dort an der Saone, bis zur Rhone strampeln. Wir werden auf diesem Teil der Reise Macon, Lyon Valence, Montelimar, Orange, Avignon und Arles passieren. Wenn wir im Rhonedelta gelandet sind, ist es mit der“Flußfahrt“ vorbei.
Wir durchqueren die Camargue und gelangen zum Mittelmeer. Über Sète, Le Cap d´Agde,Narbonne-Plage, Leucate und Canet Plage nähern wir uns Spanien.
Der letzte Ort in Frankreich wird Cerbére sein und der Erste in Spanien Port Bou. Von nun an werden wir nur sehr selten auf Radwege treffen, wie uns das Radfahren an der Costa Brava, durch Städte wie Tossa, Llorett, Blanes, Calella oder gar Barcelona gefällt, müssen wir einfach ausprobieren. Weiter geht es über Tarragona, Cambrils, Villa Real, immer am Strand der Costa Blanca entlang über Valencia, Denia,Benidorm, Alicante, Cartagena bis nach Andalusien. Hier werden wir uns auf der sogenannten „Alten Küstenstraße“ die Berge rauf und runter quälen, bis wir in Almeria noch mal ins Flachland gelangen, dann fehlen noch 2 Etappen, bis wir über Roquetas, Adra, Motril,Salobrena, Almunecar, Nerja und Torrox in Caleta de Vélez ankommen.
Der Rückflug ist für den 23. Juni gebucht!
Und hier ist der Link zur genauen Route:
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=pcvtyebdxnmasroi
Von der Idee zur Tat
Auf einem Klassentreffen 1990 erzählte mir ein ehemaliger Klassenkamerad, er sei mit einigen Freunden, mit dem Rad, von der Atlantikküste in Portugal bis nach Höxter gefahren. Ich konnte mir das damals absolut nicht vorstellen, jeden Tag ca. 100 KM auf dem Rad……,ganz schön verrückt, aber „die Sache“ hat mir gefallen und irgendwann kam ich auf die Idee, von Haustür zu Haustür zu radeln. Seit vielen Jahren habe ich dieses Vorhaben im Kopf, aber zur Umsetzung ist es aus den verschiedensten Gründen bisher nicht gekommen. Das soll sich in 2012 ändern. Die Vorbereitungen haben begonnen die ersten Hürden sind genommen. Mein Urlaub ist genehmigt!


















































