Tagesetappen – die dritte Woche

Donnerstag, 31.05.2012

Wir haben Urlaub! Heute merken wir es mal 😉 Wir tun genau das was alle Anderen hier auch tun, Sonnenbaden, schwimmen, faulenzen, genießen.

Vor allen Dingen suchen wir Schatten, das Thermometer zeigt 35 Grad, nur gut, dass wir heute nicht fahren.

Mittwoch, 30.05.2012

Nach kurzen Plausch mit einem Schweizer Pärchen, die seit 8 Wochen von Marokko aus in Richtung Schweiz unterwegs sind, geht es direkt vom Campingplatz auf den Radweg. Fantastische Landschaft, toller Strand, überall Wasser. Mittags gönnen wir uns ein Bad im Mittelmeer. Wir fahren mal auf der Straße, mal Radweg; auch am Canal du Midi sind wir unterwegs.

Strand von Sete

Strand von Sete

Richtig vorwärts kommen wir heute aber nicht. 77 km. In Valras-Plage finden wir ein Hotel und buchen 2 Tage. Pause ist angesagt. Ich reduziere unfreiwillig mein Gepäck. Erst habe ich mein Schlafzeug im Hotel vergessen, dann hat sich mein Shampoo in meine Tasche ergossen und heute habe ich die geniale Camping-Wäscheleine hängen gelassen 🙁

Mittags gibt es übrigens oft Couscous-Salat. lecker!

Dienstag, 29.05.2012

Am 19. Tag erreichen wir das Mittelmeer.  Wir starten schweren Herzens aus dem Mr. President Hotel. Es ist einfach schön hier. Nach wenigen Kilometern erreichen wir die Carmargue.

Pferd in der Camargue

Pferd in der Camargue

Großartige Weite, flaches Land. Zwar keine Wildpferde, aber immerhin weiße. Strandläufer, Störche, Flamingos, Feigenbäume und ein großes Weinanbaugebiet. In la Grande Motte sitzen wir am Meer. Halt machen wir nach 97 km in Vic-la-Gradiole auf dem Campingplatz. Pool und Schlafsack 🙂

Ankunft am Mittelmeer

Ankunft am Mittelmeer

Gute Nacht!

Montag, 28.05.2012

Nach einem mächtigem Frühstück starten wir in einen sonnigen Tag.

Finden die ausgespähte Nebenstrecke und genießen, den Wald, die Ruhe, den frischen Tag. Es gibt riesige Pinienzapfen! Leider keine Chance sie einzupacken 🙁 Auf dieser Nebenstrecke gelangen wir direkt nach Orange. Hier bewundern wir den Arc de Triomphe und das riesige Theatre Antique, unglaublich, was die Römer hier gebaut haben.

Arc de Triomphe

Arc de Triomphe

Unser 2. Frühstück besteht aus Kirschen direkt vom Baum. Eine Melange aus Düften und Aromen haben wir in der Nase. Hier ist wirklich Süden.

Gegen Mittag erreichen wir Avignon, fahren oder bleiben?

Manchmal kommen wir uns vor wie die Japaner auf Urlaubsreise: Foto und weiter. Wir lassen die Stadt links liegen. Fahren weiter bis Bellegarde, dort liegen wir nach 93 km im Pool vom Hotel President, cool!

 Hotel Mr. President

Hotel Mr. President

Ein wirklich nettes Hotel und ich kann mit dem Besitzer spanisch plaudern, was mir einfach besser über die Lippen kommt, als französisch, .-)

Nun können wir das Meer fast riechen…….

Sonntag, 27.05.2012

Vor 8 Uhr en route! Wir finden mal wieder die Via Rhona, aber der Spaß ist nur kurz. Ein Herr führt sein Lama an der Leine wie einen Hund auf dem Radweg spazieren, was es alles gibt, …….

In Baix haben wir die 1500 km voll. Baix und Cruas sind uralte Orte mit winzigen Steintreppen und Gassen, wer von euch Competa kennt, dem kann ich nur sagen, die Gassen dort sind dagegen halbe Alleen.

Cruas an der Rhone

Cruas an der Rhone

Es gibt blühenden Ginster überall, Mohn und Lavendelfelder, der Lavendel blüht leider noch nicht.

Das Radfahren ist anstrengend, weil uns nur die Straße bleibt. Nach 96 km ist in Bollene Schluss. Radfahrer mit Gepäck- Fehlanzeige- dafür lauter WOMOS und Wohnwagengespanne mit deutschem Kennzeichen Richtung Süden, die machen wohl alle Urlaub 😉

Samstag, 26.05.2012

Wir starten um 8.50 Uhr aus dem Ibis mit dem wunderschönen Blick über den Fluss. Überqueren die Rhone, finden uns am anderen Ufer sofort auf der Veloroute 2, Via Rhona , wieder. Wir sind begeistert von Landschaft und Farben. Bei Condrieux treffen wir auf 2 Weltumrunder, 3 Jahre mit dem Rad unterwegs und nun auf dem nach Hause, nach Paris….unglaublich

Heute sehen wir öfter Gepäck-Radler.

Es gibt eine satte Mahlzeit Kirschen direkt vom Baum, hmmm

Inzwischen sehen wir ziemlich lustig aus, halb-braune Beine, Arme und Hände, dass bekommen wir den ganzen Sommer über nicht mehr reguliert.

Prachtvolle Rosenstöcke und Lorbeerhecken säumen unseren Weg.

Rhonetal bei Condrieu

Rhonetal bei Condrieu

Das Rhonetal ist hier sehr schmal und wir sehen die Menschen in den Weinbergen arbeiten, ich möchte nicht tauschen.

Nach ca. 50 km ist der Radweg leider zu Ende und wir müssen wieder auf die Straße.

Als wir die Stadt Tournon verlassen haben wir wie aus dem Nichts einen fantastischen Blick auf die Seealpen, traumhaft!

Ende ist Heute in Valence nach 93 km.

Einen Sonnenbrand auf den Schultern habe ich mir gratis eingefangen, selbst schuld.

Freitag, 25.05.2012

Heute starten wir wieder spät: Da musste erst noch der Schlafsack wieder eingepackt werden…..Zunächst finden wir den Weg sehr gut, es ist allerdings eine „Bergetappe“ und wir beschließen zum Fluss zurück zu kehren, obwohl uns dort der Moloch Lyon erwartet.

Lyon

Lyon

Keine gute Entscheidung; die Stadt ist einfach zu groß, wir verfransen uns im Gewirr von Brücken, Straßen und Flüssen, gegen 15 Uhr treffen wir auf den Zusammenfluss von Saone und Rhone, ab jetzt folgen wir der Rhone, jedenfalls versuchen wir es………Einen direkten Weg am Fluss gibt es nicht.

Nach 76 km landen wir bei 33 Grad um 18.20 Uhr in Vienne. Es reicht! Das war heute sehr anstrengend. Wir machen noch einen Spaziergang durch die Altstadt und machen ein paar Fotos, dann bummeln wir am Ufer der Rhone zum Hotel zurück. Jetzt merken wir, dass wir wirklich in den Süden kommen. Mal sehen bis wohin uns unsere Räder Morgen bringen?

Vienne St. Maurice

Vienne St. Maurice

Schöne Pfingsten für euch alle, vielleicht radelt ihr ja ein bisschen?;-)

Tagesetappen – die zweite Woche

Donnerstag, 24.05.2012

Um 8 Uhr ging es los – früh wie nie. Aber unterwegs brach Siggi ein Zahn ab und er musste in Belleville zum Zahnarzt. Trotzdem schafften wir noch 69 km und sind jetzt in Anse auf einem Campingplatz – in einer Hütte.

Das Wetter ist gut, aber es geht meist an einer Hauptstraße entlang.

Morgen erwartet uns Lyon – mal sehen, wie wir da dran vorbei kommen.

(Nachricht per Telefon an den Webmaster)

Und nun noch mal ausführlich:

So früh waren wir noch nie, 8 Uhr und sogar schon gefrühstückt. Wir fahren am Ufer der Saone durch Macon, sehr schön in der morgendlichen Ruhe, etwas dunstig zwar, aber auch hier würde sich ein längerer Stopp sicherlich lohnen. Leider ist der Radweg bald zu Ende und wir müssen uns von nun an endgültig an das Fahren auf befahrenen Straßen gewöhnen.

Macon am Morgen

Macon am Morgen

Unser nächstes Ziel ist Belleville, im Land des Beaujoulais. Dort muss Siggi einen Zahnarzt aufsuchen, Pech! Ihm war etwas von einem Zahn abgebrochen; aber er meinte anschließend, die Zahnärztin sei so nett gewesen; dass es ganz okay gewesen sei!

Die Behandlung war schnell erledigt und so konnten wir unsere Tour fortsetzen. Das Wetter ist heute okay, nicht kalt aber irgendwie klamm, erst gegen Nachmittag wird es sonnig. Flora und Fauna haben sich noch immer nicht groß verändert. Der französische Kuckuck ruft auch jeden Tag. Heute treffen wir nur einen einzigen Radler mit Gepäck. Von Belleville fahren wir noch bis Anse und versuchen mal etwas Neues:

Wir mieten ein kleines Chalet auf einem Campingplatz.Endlich kommen die mitgeschleppten Schlafsäcke mal zum Einsatz 😉

Große Wäsche haben wir schon erledigt und die Sachen trocknen in der Sonne, nachher gibt es Salat und Wein auf der Terrasse, was will man mehr? Heute hatten wir richtig früh „Feierabend“, um 15:40 Uhr , nach 69 km haben wir die Velos in die Ecke gestellt.

Danke an euch Alle, für eure guten Wünsche und Gedanken, die uns begleiten und aufmuntern, es ist schön von euch zu lesen, nicht böse sein; wenn wir nicht jedem antworten können, die Zeit am Computer ist immer sehr knapp bemessen.

Seit Gestern geht es auch körperlich besser, der Körper gewöhnt sich an das Sitzen im Sattel und die Oberschenkel haben sich wohl langsam aufgebaut………

Genießt die Sonne euren Feierabend und das lange Wochenende!

Mittwoch, 23.05.2012

Heute hatten wir ein Multi-Kulti-Frühstück : Holland, Deutschland, Algerien und der Elsass an einem Tisch. War so gut, hat länger gedauert. Endlich war mal das Sprachtalent gefragt und nicht nur die Oberschenkelmuskulatur 😉

Die Holländer treffen wir am Vormittag noch drei Mal, bevor unsere Wege sich trennen..

Die beiden wollen weiter nach Nevers an die Loire und dann in die Niederlande zurück.

Den Fluss haben wir mal wieder gewechselt. Gleich nach dem Start überqueren wir die Saone. Kanal und Schleusen haben wir hinter uns gelassen.

Picknick in Epervans

Picknick in Epervans

Anspruchsvolle Strecke: Radwege Mangelware!

Wetter okay, trocken ohne Sonne. Optimal – danke für’s Daumendrücken 🙂

Nach 102 km landen wir in Macon. Heute mal in getrennten Betten, dafür haben wir die Räder mit im Zimmer. (Können uns gar nicht mehr trennen 😉 )

Heute sind wir oft „in the middle of nowhere“ unterwegs gewesen und ich war froh, nicht alleine zu sein. Sehr einsame Gegend…

(Beitrag per SMS an den Webmaster)

Dienstag, 22.05.2012

Was für ein Tag! Der Start wegen Regen zögerlich… Nach 10 Minuten sitzen wir schon wieder in einem Café 🙂

Regen, nass, kalt, nebelig.

Ich habe leichte Pudding-Beine und fühle mich nicht so fit.

Am frühen Nachmittag beschließen wir, einen kurzen Tag einzulegen und im gut 10 km entfernten Dole zu übernachten! Es gibt aber in dem ganzen Ort kein einziges freies Hotelzimmer. Also müssen wir weiter.

Siggi macht mir Mut und ist ganz optimistisch. Nach weiteren 35 km landen wir gegen 20 Uhr endlich in Seurre und finden eine Bleibe.

Der Tacho sagt 113 km!

Das war etwas zu viel heute.

Bestellt bloß etwas Sonne! Danke!

(Beitrag per SMS an den Webmaster)

Montag, 21.05.2012

Gestern Sonne und Rückenwind, heute Regen und Gegenwind. Wasser von allen Seiten. Der Kanal, le Doubs und der Regen. Gegen Mittag klart es endlich auf. Wir machen ein schönes Picknick auf einem Steg in Doubs.

Landschaft am Doubs

Landschaft am Doubs

Um 16 Uhr haben wir die ersten 1000 km! 🙂

Die ersten 1000 Kilometer

Die ersten 1000 Kilometer

Unser Quartier nehmen wir in Besancon, nach 102 km.

Siggi ist per Handy zur Zeit nicht erreichbar 🙁

Sonst ist alles okay.

(Beitrag per SMS an den Webmaster)

Sonntag, 20.05.2012

Wir verabreden uns mit Uwe und Gabi zum Frühstück, danach verabschieden wir uns, die beiden fahren nach Freiburg, wir weiter nach Frankreich.

Frankreich lässt grüßen

Frankreich lässt grüßen

Den ganzen Tag am Rhone-Rhein Kanal. Echter Szenenwechsel:

Gestern den ganzen Tag der mächtige Rhein, heute der Canal mit ganz vielen Schleusen.

 Rhein-Rhone-Kanal-Schleuse

Rhein-Rhone-Kanal-Schleuse

Die Franzosen sind sehr nett, alle grüßen. Nach 86 km landen wir bei ziemlicher Hitze in Montbeliard und nehmen uns hier wegen drohender Gewitterwolken ein Quartier.

Insgesamt haben wir jetzt 920 km geschafft!

Sonnabend , 19.05.2012

Heute wieder früher unterwegs. Um 8:20 Uhr verlassen wir das Labyrinth-Hotel in Marlen.

Den ganzen Tag am Rhein entlang.Heute ist Tag der Schwäne. Die Krönung ist ein Nest mitten auf dem Radweg.

WC im Rhein

WC im Rhein

Unterwegs gibt es einen kleinen Mundraub, erste Erdbeeren vom Feld, echt lecker! Im Hafen von Breisach gibt es eine kleine down-hill Einlage.

Heute haben wir richtig km gemacht 114!! Um 18:30 Uhr steigen wir vom Rad. Kerstin und Lutz erwarten uns an der Strecke, welch schöne Überraschung!

Kerstin hat in einer Sky-Sports-Bar Plätze reserviert und wir sehen neben einem vorzüglichen Spargelessen das Pokalendspiel.

Danach sinken wir nur noch ins Bett.

Freitag 18.05.2012

Der 8. Tag:

Abfahrt um 9:20 Uhr, obwohl wir uns schon um 7:30 Uhr zum Frühstück getroffen haben – es wird immer später.

Frühstück

Frühstück

Eine Stunde später sind wir auf einer Rheinbrücke und wechseln mit der Flussseite auch das Land – wir sind jetzt in Frankreich. Hier geht es schnurgerade kilometerlang am Rhein entlang. Bei Gambsheim machen wir an einer Fischtreppe Pause.

Danach radeln wir direkt nach Straßburg. Nach so viel Natur erschlägt uns die total Geschäftigkeit. Die Stadt ist wirklich schön, aber so voller Menschen, dass wir mit unseren bepackten Rädern kaum durch kommen.

Straßburger Münster

Straßburger Münster

Ein Blick auf das Münster und weiter geht’s…

Als wir am späten Nachmittag Straßburg über die Europa-Brücke verlassen, begleiten uns ein paar Regentropfen. Wir sind alle geschafft.

Uwe spendiert uns in Kehl zur Motivationsaufbau ein Glas Rotwein. Wir kommen aber nur noch bis Marlen – ein Dorf zwischen Schwarzwald und Vogesen.

Heute haben wir uns über 78 km gestrampelt.

Tagesetappen – die erste Woche

Donnerstag 17.05.2012

Der 7. Tag:

Um 8:40 Uhr brechen wir in der Jugendherberge auf. Um Punkt 9 Uhr treffen wir Gabriele und Uwe am Bahnhof. Nach kurzem Austausch aller Neuigkeiten starten wir. Wir durchfahren noch einmal die Altstadt von Speyer und radeln am Technikmuseum vorbei, aus der Stadt. Auf dem Weg nach Germersheim begegnen wir einer großen Gruppe von Tandemfahrer. Kurze Zeit später entdecken wir am Himmel einen Zeppelin. Viel vom Rhein sehen wir nicht.

Von einem Dammweg aus können wir in der Rheinaue eine Gruppe Störche beobachten. Gabriele und Siggi scheuen für ein gutes Foto keine Mühe und radeln extra Kilometer zu einem Mohnfeld. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.

Gabriele im Mohn

Gabriele im Mohn

Kurz vor Wörth treffen wir einen Hochradfahrer, super! Das Beste: er ist auch der Zeit entsprechend angezogen – ein echter Hingucker.

Hochradfahrer

Hochradfahrer

Im badischen Maxau machen wir unsere wohlverdiente Mittagspause, nachdem wir vorher doch mal die Rheinseite gewechselt haben. Kurz nach unserer Rast müssen wir das Hafensperrtor von Karlsruhe überwinden – eine Metalltreppe mit Schiebeleiste, die man aber nur ohne Gepäck benutzen konnte 🙁

Das Wetter ist traumhaft.

Gegen 18:15 Uhr haben wir unser Hotel in Rastatt erreicht. Wir beenden unseren aktiven Radeltag und haben 93 km geschafft.

 

Am Abend sehen wir uns das Barockschloss an und essen in einem netten italienischen Restaurant.

Ein cooler Tag in netter Begleitung.

Mittwoch 16.05.2012

Der 6. Tag:

Heute warten wir mit der Abfahrt bis nach dem Regen….starten so gegen 9.30 Uhr und lassen uns von unserer Wirtin einen kleinen Einblick in die Winzerarbeit „Gestern und Heute“ geben. Sehr interessant!

Wir fahren seit gestern Mittag am Rhein, haben also mal wieder den Fluss und inzwischen auch die Mundart gewechselt, gell! 🙂

An Manches habe ich mich schnell gewöhnt, Helm und Brustbeutel beispielsweise, aber dass ich ohne Uhr losgefahren bin…….na ja, mal sehen ob ich mich auch daran in den nächsten Wochen noch gewöhnen kann.

Wir erreichen fast trocken Worms und begegnen am Rande des Radweges Fasanen, Rebhühnern, Wildkanninchen. Es ist alles ganz toll, aber einfach zu kalt!

Worms

Worms

In Worms genehmigen wir uns wenigstens eine Umrundung des Doms mit dem Rad…fühlen uns ein wenig wie Kulturbanausen, es gäbe so viel zu sehen, aber leider fehlt die Zeit…..nach Worms gelangen wir nach Ludwigshafen, wir nehmen die Route durch den Maudacher Bruch und bekommen so nicht viel mit von den gewaltigen Industrieanlagen.

Auf dem Weg nach Speyer, sehen wir jede Menge Spargelfelder und auf einem Feld sogar schon dicke leuchtend rote Erdbeeren…es wird also, trotz der Kälte!

Wir treffen einen Radler, alleine unterwegs in einer Woche von Langenfeld zum Bodensee, er „verbuddelt“ unterwegs kleine Anekdoten, damit seine jetzt noch kleine Tochter diese „Schätze“ in 20 Jahren wieder ausgraben kann. Unsere Wirtin erzählte von mehreren Radlern die bei ihr übernachtet haben, die auf dem Weg dem Weg nach Rom waren und letztens haben wir einen Herrn getroffen, zu Fuß unterwegs von Füssen an die Nordsee, jeden Tag ca. 45 km. Also, wir sind nicht allein! 😉

Unterwegs treffen wir immer wieder Gruppen von Radpilgern auf dem Weg zum Kirchentag nach Mannhein.

Kurz vor Speyer geraten wir fast noch in ein Gewitter, der Himmel sah wirklich bedrohlich aus, aber eben nur fast. Es hat gepasst! Glück gehabt, nicht nass geworden.

Als wir die JH erreichen, haben wir 97 km auf dem Zähler, es ist 18:04 Uhr und wir sind kaputt. Insgesamt haben wir jetzt bereits 555,50 km geschafft!

Nach dem Abendessen haben wir uns noch zu einem Spaziergang in die Altstadt von Speyer aufgerafft, hat sich wirklich gelohnt, sehr beeindruckend!

Morgen früh, holen wir Gabriele und Uwe vom Bahnhof ab und radeln ein paar Tage zu viert den Fluss ab. Am Samstag hoffen wir dann auf Kerstin und Lutz! 🙂

So, jetzt aber ganz schnell schlafen gehen………..den ganzen Tag frische Luft ist ermüdend  😉

Dienstag 15.05.2012

Zwischenstand 14:15 Uhr: Mainz

8:55 Abfahrt, Wir können uns gar nicht losreißen, so schön ist das Hotel.
Und auch der Wetterbericht versprach nicht viel Gutes – aber im Bett bleiben – nicht mit uns.
Immerhin war es bei der Abfahrt trocken und sonnig. Es war ein ziemlicher Kontrast:
gestern die quirlige Kinzig und Natur pur, heute der langsame Main und die Skyline von Frankfurt. Kurz hinter Frankfurt erwischt uns der erste Regenschauer – und es war nicht der letzte.

Skyline von Frankfurt

Skyline von Frankfurt

Der Radweg ist gut beschildert, aber der Belag ist schlecht – mal Schotter, mal Betonplatten.
Bei Flörsheim gibt es das erste Mal Weinberge soweit das Auge reicht.
Gegen 13 Uhr erreichen wir die Mainmündung. Und wir machen einen Abstecher in die Innenstadt von Mainz und schauen uns Dom und Gutenbergmuseum an – leider nur von außen – wir haben noch etwas vor.
Wir radeln noch bis Nierstein, wo wir eine Unterkunft in einem Weingut gefunden haben.
Rot oder weiß? Weiß – Riesling

Heute nur 70 km – Hinterschonprogramm

Morgen geht’s bis Speyer, wo wir schon ein Zimmer in der Jugendherberge reserviert haben. Da stoßen am Donnerstag Gabriele und Uwe für ein paar Tage zu uns.

Montag 14.05.2012

Unser gestriger Abendspaziergang durch die Märchenstadt Steinau, war wie ein Gang in die Vergangenheit. Bezaubernde alte Fachwerkhäuser, mit Holzschindeln behangene Häuser und eine imposante Schloßanlage. Als wir heute Morgen aus dem 2 Stock zum Frühstücken marschiert sind, haben wir unsere Oberschenkel von der Berg-und Talfahrt ganz schön gemerkt. Die Knie sagen nichts, die Hüfte auch nicht und der Hintern spricht  kontinuierlich mit uns, aber immer noch erträglich  ;-)…….

Mit belegten Brötchen als Proviant im Gepäck, sind wir um 8:30 Uhr in den 4. Tag gestartet. Auf dem Hessischen Fernradweg Nr. 3, oder auch Main-Kinzig- Radweg, fest im Sattel auf der Königsstraße „Via Regia“, (alte Handelsstraße zwischen Frankfurt und Leipzig) folgen wir der Kinzig in ihrem schmalen Tal. Alles schön flach hier! Wir passieren die Kinzigtalsperre, wunderschön, sie vermittelt eine außerordentliche Ruhe.

Stausee

Stausee

Später kommen wir durch Bad Soden-Salmünster und folgen eine Zeit der Salz, bis diese mit der Kinzig zusammenfließt. Bei Hanau liegt plötzlich der Main vor uns. Ziemlich breit und viel größer als das was wir in den letzten Tagen gesehen haben, aber auch sehr gemächlich. In Hanau haben wir am Mainufer das prächtige Schloss Philippsburg gesehen und sind dann weiter an dieser Flussseite auf dem Uferweg bis Rampenheim. Da war mal wieder eine Fährfahrt angesagt.

Wir radeln noch bis Offenbach -der Tacho zeigt heute 80 km- und quartieren uns im Hotel Graf ein. Heute haben wir es richtig nett! 🙂

Hinweisschilder

Hinweisschilder

Gleich treffen wir uns mit Gabi und Jürgen auf ein Gläschen.

Hallo Gabriele J., die Motivation ist immer noch gut!

Und bei all den Farben, Düften und ständig wechselnden Landschaften, merken wir täglich, dass wir leben. Es macht viel Spaß soviel Natur zu spüren.

Siggi und Katrin

Sonntag 13.05.2012

Abfahrt Bad Hersfeld Jugendherberge 8:30 Uhr.

Wie radeln weiter durch die Aue der Fulda bis in die gleichnamige Barockstadt. Es ist kalt – und zwar richtig kalt. Irgendwann merkt Katrin ihre Füße nicht mehr.

In Fulda findet gerade ein Triathlon statt. 1,5 km Schwimmen – 40 km Radeln – 10 km Laufen.

Hinter Fulda ist es dann vorbei mit der seichten Flussfahrt. Wir wechseln auf den R3 – der ist nicht von sooo guter Qualität. es gibt alles: fahren direkt an der Straße, Kieswege, Kopfsteinpflaster. Wir strampeln berghoch und jagen bergab. Ein gequälter und ein geschenkter Kilometer – so war das heute.

Kali Flieden

Kali Flieden

Um 17:45 Uhr erreichen wie Steinau an der Straße und haben wieder 98 km pannenfrei geschafft.

Und jetzt gehen wir bummeln – denn hier ist die Brüder-Grimm-Stadt. Hier lebten die berühmten Märchenbrüder Jacob und Wilhelm Grimm von 1791 bis 1798. Ihr Wohnsitz, das Brüder-Grimm-Haus Steinau ist ein Museum zu Leben und Werk.

Samstag 12.05.2012

Von Kassel nach Bad Hersfeld

Um 8:30 Uhr verlassen wir das Hotel und begeben uns wieder auf den R1.

Der ist wirklich super gut ausgeschildert.

Im Gegensatz zu Gestern ist es frisch, wenn nicht kalt.

Gegen 12 Uhr erreichen wir Melsungen, ziemlich durchgefroren, aber trocken.

Hinter Melsungen benutzen wir eine Seilfähre, cool.

Seilfähre

Seilfähre

Wir beamten uns selbst samt Rädern und Gepäck über die Fulda. Ein völlig neues Erlebnis.

Zum Garmin bleibt heute zu sagen: „shit in-shit out! 😉

Der Plan waren 77 km………..

Am Ende haben wir 97 km auf der Rolle und sind gegen 17 Uhr an unserem Ziel, der Jugendherberge in Bad Hersfeld angekommen.

Jetzt sind wir gut gestärkt!

Mir ist aufgefallen, dass nur Männer mit dem Rad unterwegs sind, egal ob als „Einzeltäter“ oder als Clübchen…….

Alles im grünen Bereich!

Liebe Grüße

von Siggi und Katrin

Freitag 11.05.2012

Ein Wort zum Vormittag:Gegenwind!

aber auch Froschkonzert, eine Schar Wildgänse und endlich mal wieder Maikäfer in echt.

Der Fährmann in Bad Karlshafen, hat beim Transport meines Rades gefragt, ob ich zu Hause ausgezogen sei………

Bis Hann. Münden (15 Uhr) bleiben wir trocken, aber dann…im Regen bis nach Kassel, auf einem sehr sandigen und durchgeweichten Radweg (da müssen die Hessen noch dran arbeiten…)

Fulda Radweg

Fulda Radweg

Die Gepäcktaschen sind total schmutzig, wir sind nass und sehen aus wie kleine Schweinchen.

Um 17:45 Uhr erreichen wir Kassel und der Tacho zeigt 109 km.

Jetzt geht`s (endlich) los!

Man war das eine lange Woche………. 😉

Wir danken euch für eure Zuversicht, dass ihr uns die Daumen drückt und all die guten Wünsche:

Fantastische Eindrücke, schönes Radelwetter, außergewöhnliche Erlebnisse und Begegnungen, gute Ausdauer, stramme Waden, nette Unterkünfte, Durchhaltevermögen, viel Spaß, keine Pannen, Freude an der Natur, guten Wein und gutes Baguette, eine gute Ankunft und gute Erholung.

Danke Georg, für dein „Schraubertalent“ und deine 3 guten Tipps: 1.) Streiten nur alle 2 Stunden  2.) Ausrauben lassen nur alle 2 Wochen 3.) wichtige Telefonnummern auf ein paar Zettel in allen Taschen verteilen.

Danke Günter, für die präparierten Eisbeutel, die in Caleta schon auf uns warten……..

Danke Helmut, dass du diese Seite eingerichtet hast, ohne dich, gäbe es keinen Blog.

Wir freuen uns darauf mit Gaby und Jürgen bei Frankfurt ein Bierchen zu trinken, auf  Uwe und Gabriele, die uns ab Himmelfahrt ein paar Tage begleiten werden, auf Lena und Patrick, die wir hoffentlich in der Nähe von Heidelberg treffen können und auf Kerstin und Lutz, die mit uns in Mulhouse anstoßen wollen.

Die Packtaschen sind voll, die Trinkflaschen gefüllt, die Reifen ordentlich aufgepumpt, das Navi mit der Route geladen und wir sind hochmotiviert.

Da kann nur noch die Sonne scheinen, alles wird gut!

Katrin & Siggi

4 Stunden später:

War das schön! …………Die Überraschung ist euch gelungen!

Was für ein Abschied mit „der Welle“ mitten auf der Straße. Wir haben uns riesig gefreut!

Eine tolle Idee sowieso und  nun sind wir auch wirklich komplett ausgestattet. Mit Hupe und Flagge…….wir können weder überhört noch übersehen werden;-)

Abfahrt

Die erste Etappe haben wir hinter uns, 19 km bis zu Siggi! Das war einfach.

Bis bald!